Polizisten sagen zum Fall Halit Yozgat aus

NSU-Prozess: Zwei Kasseler heute im Zeugenstand

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Kassel/München. Zwei Beamte des Polizeipräsidiums Nordhessen werden heute vor dem Oberlandesgericht (OLG) München als Zeugen im Verfahren gegen die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe sowie vier Mitangeklagte gehört.

Die beiden Ermittler, einer befindet sich mittlerweile im Ruhestand, gehörten der „Mordkommission (MK) Café“ an, die zur Aufklärung des Mordes an Halit Yozgat gegründet wurde.

Der 21-Jährige war am 6. April 2006 in seinem Internet-Café an der Holländischen Straße in der Kasseler Nordstadt erschossen worden. Der „MK Café“ gehörten zunächst 35 Beamte, in Spitzenzeiten sogar 63 Ermittler an. Die MK ging laut Polizei 1262 Spuren nach. Es sei in alle erdenkliche Richtungen ermittelt worden.

Mehr Informationen zur NSU-Mordserie und dem Kasseler Fall lesen Sie hier.

Als im November vor zwei Jahren dann herauskam, dass die Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) bundesweit für neun Morde an türkisch- und griechischstämmigen Männern und einer Polizistin verantwortlich ist, da war das auch für die Kasseler Ermittler ein Riesenschock.

In der kommenden Woche steht vor dem OLG der Fall Yozgat im Mittelpunkt. Am Montag, 30. September, sagt Ismail Yozgat, Vater des Mordopfers, aus. Für Dienstag ist der frühere Verfassungsschützer Andreas T. aus Hofgeismar geladen, der sich unmittelbar vor dem Mord in dem Café aufgehalten haben soll. (use)

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