Beim Parteitag der Kasseler SPD

NSU-Morde: Faeser fordert Ausschuss - Aufklärung im Fall Yozgat

Kassel. Als skandalös hat Nancy Faeser, Generalsekretärin der hessischen SPD, die Weigerung der übrigen Landtagsparteien bezeichnet, einen Sonderausschuss zur Mordserie des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) einzurichten.

Beim Parteitag der Kasseler SPD betonte sie, dass im Bundestags-Untersuchungsausschuss nur vier Zeugen aus Hessen gehört worden seien.

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Darunter sei kein Vertreter der Kasseler Staatsanwaltschaft gewesen. Zu sagen, es sei alles aufgeklärt worden, nannte Faeser "einen Schlag ins Gesicht der Familie Yozgat". Halit Yozgat war am 6. April 2006 in seinem Geschäft an der Holländischen Straße in Kassel ermordet worden. Währenddessen hielt sich in dem Internetcafé auch ein Mitarbeiter des hessischen Verfassungsschutzes auf.

Die SPD halte an ihrer Forderung fest, die Rolle der Sicherheitsbehörden in der NSU-Mordserie in einem Untersuchungsausschuss im Landtag aufzuarbeiten. Faeser kritisierte ausdrücklich die Grünen, die gegen einen solchen Ausschuss seien. (clm)

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