NSU-Prozess: Ismail Yozgat fordert erneut Halit-Straße

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NSU-Prozess in München: Ismael Yozgat, Vater des Kasseler NSU-Opfers Halit Yozgat, war am Dienstag als Zeuge vor dem Oberlandesgericht geladen.  

München/Kassel. Ismail Yozgat, Vater des Kasseler NSU-Opfers Halit Yozgat, hat mit einem Plakat im Oberlandesgericht München erneut gefordert, dass die Holländische Straße in der Kasseler Nordstadt nach seinem ermordeten Sohn benannt wird.

An dem Tisch, an dem Ismael Yozgat, am Dienstag gesessen hat, war ein Foto seines Sohnes Halit angebracht, das ihn als Kind zeigte. Zudem war die Forderung formuliert, die Holländische Straße in Halit-Straße umzubenennen oder den Sohn zurückzugeben.

In Anwesenheit von Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte Yozgat bereits am 23. Februar 2012 bei der Gedenkfeier für die Neonazi-Opfer in Berlin erstmals den Wunsch öffentlich geäußert, dass die Holländische Straße, an der sein Sohn vor sechs Jahren erschossen wurde, in Halit-Straße umbenannt wird.

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Diese Forderung hatte in Kassel allerdings viel Kritik hervorgerufen. Der Vorschlag von Oberbürgermeister Bertram Hilgen, den Platz neben dem Hauptfriedhof in Halit-Platz zu benennen, wurde Ende vergangenen Jahres umgesetzt. Zudem wurde die Haltestelle in Tatortnähe in Scheidemannhaus/Halit-Platz umbenannt. Eine Gedenktafel auf dem Halit-Platz erinnert an alle zehn Opfer des NSU. (use)

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