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OB-Wahl Kassel 2023: Wer wo die Nase vorn hatte

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Von: Andreas Hermann

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Blick auf die Wahlergebnisse der Bewerber in den einzelnen Kasseler Stadtteilen
Blick auf die Wahlergebnisse der Bewerber in den einzelnen Stadtteilen. © Marie Klement

Bei der Oberbürgermeister-Direktwahl in Kassel ist mit dem am 26. März allein in der Stichwahl antretenden Sven Schoeller (Grüne) nur noch ein Kandidat übrig. Dennoch lohnt sich ein Blick auf die Wahlergebnisse der Bewerber in den einzelnen Stadtteilen.

Kassel – Amtsinhaber Christian Geselle, der als unabhängiger Bewerber mit 31,5 Prozent insgesamt die meisten Stimmen holte, siegte demnach in 14 von 23 Kasseler Stadtteilen (siehe Grafik). Acht Stadtteile – vor allem im Kernbereich von Kassel – gingen an den Grünen-Kandidaten Schoeller, der insgesamt auf 27,8 Prozent der Stimmen kam. Nur ein Stadtteil sah weder Geselle noch Schoeller vorn: In Nord-Holland holte Violetta Bock (Linke) mit 28,2 Prozent die meisten Stimmen aller Kandidaten.

Eva Kühne-Hörmann (CDU) und Isabel Carqueville (SPD) schafften es in keinem Stadtteil auf den ersten Platz. Kühne-Hörmann hatte ihr bestes Ergebnis in Brasselsberg (29,5 %), Carqueville hatte es in Forstfeld (16 %).

Mit dem Vorderen Westen und Wehlheiden hat Christian Geselle bei dieser Wahl die nach Anzahl der Wahlberechtigten größten Stadtteile an den Herausforderer Sven Schoeller verloren. Gegenüber der Wahl 2017 büßte Geselle dort auch die meisten Stimmen ein. Während er vor sechs Jahren im Vorderen Westen noch auf 52,2 Prozent gekommen war, sind es an diesem Sonntag nur noch 19,2 gewesen, also 33 Prozentpunkte weniger. Ähnlich hoch fiel Geselles Stimmenrückgang in den Stadtteilen Süd (minus 32,4 Prozentpunkte) und Wehlheiden (minus 28,7 Prozentpunkte) gegenüber der Wahl 2017 aus.

Gute Ergebnisse erzielte Geselle im Kasseler Osten. In Bettenhausen, Forstfeld und Waldau lag er nach Stimmen vorn, holte in Waldau mit 53 Prozent sein bestes Ergebnis überhaupt und sein einziges über der Marke von 50 Prozent. Am schlechtesten schnitt Geselle mit 18,3 Prozent in Nord-Holland ab.

Sven Schoeller holte die meisten Stimmen im Vorderen Westen (37,5 %) und in seinem Heimat-Stadtteil Kirchditmold (37 %). Abgeschlagen blieb er dagegen im Stadtteil Forstfeld mit 9,4 Prozent hinter den sozialdemokratischen Bewerbern Geselle und Carqueville zurück. Die Wahlbeteiligung lag übrigens mit 55,7 Prozent im Stadtteil Brasselsberg am höchsten, mit 21,3 Prozent im Stadtteil Wesertor am niedrigsten. Insgesamt beteiligten sich 40,9 Prozent der Wahlberechtigten an der OB-Wahl in Kassel, etwas mehr als bei der Wahl 2017 (36,5 %).

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