Viele Helfer haben sich schon gemeldet

Im Kasseler Rathaus läuft der Countdown für die OB-Wahl

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Noch ist es nur ein Muster: Mitarbeiter Anke Nöchel und Arthur Costigliola mit einer Vorlage für den Stimmzettel der OB-Wahl. Der echte Stimmzettel wird DIN A4-Format haben.

Kassel. Knapp sieben Wochen vor der Oberbürgermeister-Wahl am Sonntag, 5. März, laufen im Rathaus die Vorbereitungen auf Hochtouren.

Die Mitarbeiter der Wahlbehörde sind derzeit unter anderem dabei, die letzten Lücken in den Reihen der Wahlhelfer zu füllen.

Die Wahlhelfer

Neben den 60 hauptamtliche Mitarbeiter der Stadt Kassel sind für den Wahltag rund 1800 ehrenamtliche Helfer für den nötig. Etwa 1500 Zusagen habe man schon, berichtet Ralf Ritter, Leiter der Wahlbehörde. Zudem warte man noch auf eine Reihe von Rückmeldungen. „Es läuft insgesamt gut.“ Man habe zum Glück einen großen Stamm „Dauerhelfer“, die bei fast jeder Wahl dabei seien. Aber es meldeten sich jedesmal auch Neue

Auf einen Aufruf über Facebook vor einigen Tagen habe man nochmals Resonanz bekommen, so Ritter. Unter anderem hätten sich Studenten aus dem Bereich der Nordstadt gemeldet, wo es traditionell schwerer sei, die Wahllokale zu besetzen als in gutbürgerlichen Stadtteilen.

153 Wahllokale gibt es im Stadtgebiet. Pro Standort versuche man, bis zu neun Helfer zu rekrutieren, damit die Zeit von 8 bis 18 Uhr abgedeckt werden kann, erläutert Ritter. Ab 18 Uhr sind die Ehrenamtlichen dann bei Auszählen der Stimmen im Rathaus im Einsatz.

Als Dankeschön bekommt jeder Helfer ein sogenanntes Erfrischungsgeld von 30 Euro. Der Wahlvorsteher, der zusätzliche Aufgaben erfüllt – etwa das Abholen des Wahlpaket mit allen Unterlagen für das Wahllokal – bekommt 60 Euro.

Die Briefwahl

Eigentlich beginnt die Wahl sogar schon in zwei Wochen: Am Montag, 30. Januar, öffnet nämlich das Briefwahlbüro im Rathaus. Der Anteil der Briefwähler ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Bei der Kommunalwahl im vergangenen März hatte jeder vierte Wähler seine Stimme schon vor dem eigentlichen Wahltermin abgegeben.

Im Briefwahlbüro, das traditionell im Bürgersaal eingerichtet wird, kann man direkt seine Stimme abgeben oder sich die Wahlunterlagen abholen und dann Zuhause ausfüllen.

Wer bereits weiß, dass er am 5. März verhindert ist, könne auch jetzt schon per E-Mail an die Wahlbehörde Briefwahl beantragen, betont Ritter. Bei längerer Abwesenheit – etwa wegen eines Auslandsaufenthalts – schicke man die Unterlagen dann ab Ende Januar an die gewünschte Adresse.

Die Stichwahl

Sechs Kandidaten, darunter eine Frau, treten zur OB-Wahl an. Wenn am 5. März keiner der Kandidaten die erforderliche absolute Mehrheit erzielt (also mehr als 50 Prozent), findet eine Stichwahl statt. Dazu werden die beiden Bewerber mit den meisten Stimmen zugelassen.

Der Termin für die Stichwahl ist Sonntag, der 26. März. Dann müssen die Wahlhelfer nochmal ran: Drei Viertel der Ehrenamtlichen stehe an beiden Terminen zur Verfügung, sagt Ritter. Auch wenn es nicht zu einer Stichwahl kommen sollte, müsse man genug Helfer für den zweiten Termin parat haben.

Die Kosten

Für die Wahl sind Kosten in Höhe von 270 000 Euro kalkuliert. Für eine mögliche Stichwahl sind weitere 140 000 Euro im städtischen Haushalt eingeplant.

Die Wahlberechtigten

Für die OB-Wahl sind etwa 150 000 Kasseler wahlberechtigt. Die genaue Zahl steht noch nicht fest , denn wer bis zum 5. März noch wegzieht und sich in einer anderen Kommune anmeldet, darf nicht mehr mitstimmen. Wahlberechtigt sind alle Kasseler, die über 18 Jahre als sind, seit mindestens drei Monaten mit Hauptwohnsitz in Kassel gemeldet sind und die deutsche oder eine EU-Staatsangehörigkeit haben. Die Wahlbenachrichtigungen werden ab 1. Februar verschickt. Wer wahlberechtigt ist und bis 13. Februar keine Benachrichtigung erhalten hat, sollte sich bei der Wahlbehörde melden.

Kontakt zur Wahlbehörde: wahlen@kassel.de


Die Kandidaten 

• Christian Geselle, SPD: Der 40-jährige Jurist ist Stadtkämmerer und Sozialdezernent der Stadt Kassel. Verheiratet, zwei Kinder. 

• Dominique Kalb, CDU: Der Dipl.-Ingenieur ist Stadtverordneter und Geschäftsführer der CDU-Fraktion. 45, Jahre alt, verheiratet.

• Eva Koch, Grüne: Die 54-Jährige ist Fachplanerin für energetisches Bauen und Stadtverordnete. Sie hat eine Tochter.

• Murat Cakir, Linke: Der Dolmetscher und Geschäftsführer der R.-Luxembourg-Stiftung stammt aus der Türkei. 56 Jahre alt, verheiratet.

• Dr. Bernd Hoppe, Freie Wähler:Der 56-Jährige ist Rechtsanwalt, Stadtverordneter. Verheiratet. zwei Kinder.

• Matthias Spindler, Die Partei: Der 25-Jährige studiert Stadtplanung an der Uni Kassel und kandidiert für die Satire-Partei. Ledig.

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