Erstaufnahmestellen: Obdach für Tausende Flüchtlinge

Kreis Kassel. Täglich kommen Flüchtlinge in den Erstaufnahmen von Stadt und Landkreis Kassel an. Derzeit leben in den sechs Einrichtungen insgesamt 2508 Menschen.

Hinzu kommen etwa 1650 Asylbewerber, die in 24 Gemeinschaftsunterkünften und Wohnungen im Landkreis Kassel untergebracht sind.

Weil die Erstaufnahmeeinrichtung in Gießen keine Kapazitäten mehr hat, gibt es im Landkreis Kassel mittlerweile drei Außenstellen: am ehemaligen Flugplatz Kassel-Calden in Calden, in Hofgeismar-Beberbeck und im ehemaligen Hornbach-Gartenmarkt in Lohfelden. Bis Ende des Jahres soll eine vierte Außenstelle auf dem Gelände der Fritz-Erler-Anlage in Fuldatal-Rothwesten für 900 weitere Flüchtlinge entstehen (wir berichteten). Drei weitere Erstaufnahmen befinden sich im Gebiet der Stadt Kassel (siehe Grafik). Dort leben insgesamt 999 Menschen.

Erstaufnahmen des Landes  

In den Außenstellen der Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes Hessen stellen die Flüchtlinge ihren Asylantrag, der dann von Mitarbeitern des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge entgegengenommen wird. Außerdem soll hier eine medizinische Erstuntersuchung erfolgen, erklärt Kreissprecher Harald Kühlborn das Verfahren. Die Flüchtlinge erhalten in der Erstaufnahmeeinrichtung eine Bescheinigung zur Meldung als Asylsuchende.

Unterkünfte im Landkreis 

Dem Landkreis Kassel werden jede Woche rund 100 Flüchtlinge zugewiesen. Um diese Menschen betreuen, versorgen und unterbringen zu können, betreibt der Landkreis 24 Gemeinschaftsunterkünfte mit 1245 Plätzen. Weitere 433 Menschen sind in Wohnungen und Häusern untergebracht, die der Landkreis angemietet hat. „In den Gemeinschaftsunterkünften werden Flüchtlinge, die noch nach dem Asylbewerberleistungsgesetz Leistungen erhalten, untergebracht“, erklärt Kühlborn. Sobald die Flüchtlinge einen Aufenthaltstitel erhalten, würden sie statistisch, sofern sie auf Transferleistungen angewiesen sind, in die Zuständigkeit der Jobcenter übergehen.

Die Flüchtlingszahlen in den Gemeinschaftsunterkünften und privaten Häusern und Wohnungen ändern sich derzeit täglich, sagt Kühlborn. Grund für die Schwankungen sind unter anderem Rückführungen von Menschen, deren Asylantrag abgelehnt wurde.

In Stadt und Landkreis Kassel gibt es derzeit sechs Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes Hessen, die sich auf sechs Standorte verteilen. Sie bieten Platz für bis zu 3574 Flüchtline. Hier finden Sie die Belegungszahlen auf einen Blick:

In Calden leben aktuell 796 Menschen, die Unterkunft bietet 1500 Plätze.

In der Landesfeuerwehrschule sind 471 von 500 Plätzen belegt.

Auf der Marbachshöhe (Johanna-Vogt-Straße) sind alle 220 Plätze belegt.

In der Druseltalstraße sind ebenfalls alle 308 Plätze vergeben.

Auch in Beberbeck sind alle 266 Plätze belegt.

In Lohfelden (Hornbach) leben aktuell 447 Menschen. Die Einrichtung bietet Platz für 780 Flüchtlinge.

Rubriklistenbild: ©  dpa

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