"Ich bin ein richtiger Fan von ihm"

Feier für den Obelisken: Happy End im Dauerregen

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Am Obelisken: Sören Link (von links), Dr. Sabine Schormann und Rosa-Maria Hamacher haben gute Laune.

Lange wurde um den Kasseler Obelisken gestritten. Nun gab es eine Feier für das documenta-Kunstwerk in der Treppenstraße. Nicht einmal das schlechte Wetter konnte die Stimmung trüben.

Es gab auch welche, die dem Dauerregen trotzten an diesem Tag. Dominik Hegenwald und Anja Fingerhut zum Beispiel. Sie kamen am Samstag zur Feier auf der Treppenstraße, weil sie den Hauptdarsteller so toll finden: den Obelisken. „Ich bin ein richtiger Fan von ihm“, sagt Hegenwald. Da hält einen das miese Wetter dann eben auch nicht ab, wenn es darum geht, zur Einweihungparty zu gehen.

Seit gut zwei Wochen befindet sich das documenta-Kunstwerk des US-nigerianischen Künstlers Olu Oguibe an seinem neuen Standort. Aus diesem Grund entstand die Idee zu dieser Feier, die Rosa-Maria Hamacher vom Paritätischen Wohlfahrtsverband und die documenta-Generaldirektorin Dr. Sabine Schormann hatten. Es sollte ein buntes Straßenfest werden. Doch der Himmel schickte nur ein trübes Grau – Milliarden von Regentropfen inklusive.

So kam der Obelisk nicht wirklich zur Geltung, auch wenn sich die Bands auf der Bühne und die beteiligten Organisationen Mühe gaben, möglichst viele anzulocken. Und doch scheint der erste Eindruck vom Standort Treppenstraße ein positiver zu sein. Sören Link, der Geschäftsführer vom benachbarten Haus der Sozialwirtschaft, berichtet von vielen Menschen, die in den vergangenen Tagen zum Obelisken gekommen seien, ihn sich angeschaut und fotografiert hätten. „Die Leute sind neugierig.“

Das Interesse am Obelisken kann auch Sabine Schormann bestätigen. Die Kunstwelt freue sich, dass er nun einen festen Platz in der Stadt gefunden habe. „Es ist ein Zeichen, dass Kassel eine weltoffene Stadt ist.“ Ähnlich äußerte sich Oberbürgermeister Christian Geselle bei der Eröffnung des Festes.

Der Obelisk fällt auf – mehr als auf dem Königsplatz. Das hat auch Dominik Hegenwald festgestellt. „Er fügt sich hier gut ein“, sagt er. Und Anja Fingerhut ergänzt, dass es vor allem der Blick von der Königsstraße Richtung Obelisk nun sehr beeindruckend sei.

Gute Aussichten also? Bei schönem Wetter sicherlich. Und bei schlechtem Wetter kommt es eben darauf an, den Humor nicht zu verlieren. Sören Link erklärte mit einem Schmunzeln zu seiner Kollegin Rosa-Maria Hamacher: „Wir haben uns so verständigt, dass ich für das Wetter verantwortlich bin und sie für das Fest.“

So musste nicht länger gerätselt werden, wer der Buhmann ist. Hamacher nahm es aber gelassen und gab die Devise aus: „Wir machen einfach das Beste draus.“

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