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Oberbürgermeister Geselle kritisiert AfD-Aufruf zur Anti-Obelisk-Demo

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Christian Geselle
Oberbürgermeister Christian Geselle © Schachtschneider

Kassel. Den AfD-Aufruf zur Anti-Obelisk-Demo während des Besuchs von Künstler Olu Oguibe in Kassel hat Oberbürgermeister Christian Geselle (SPD) scharf kritisiert.

„Die documenta-Stadt Kassel ist und bleibt eine weltoffene Metropole, auch wenn es nicht in das Weltbild mancher passt, die nur im Sinn haben, Hass zu Wahlkampfzwecken zu verbreiten“, betonte Geselle am Mittwoch auf Anfrage zur der geplanten Demo.

Wer auf dem Boden des Grundgesetzes stehe, achte und schütze die Kunstfreiheit. Das schließe nicht aus, Kunstwerke kritisch zu betrachten. „Wenn aber Künstler wegen eines umstrittenen Kunstwerkes persönlich angegangen und diskreditiert werden, geht das weit über das Erträgliche hinaus. Eine solche Rhetorik erinnert mich an die widerliche Hetze der Nationalsozialisten gegen Andersdenkende, Künstler und Medienschaffende“, sagte Geselle.

Kassels OB zeigt sich zudem nicht bereit, die AfD über den Besuchstermin zu informieren. „Mein Terminkalender ist nicht öffentlich“, so Geselle. Der AfD-Stadtverordnete Thomas Materner hatte für die Demo auf eine „offene Kommunikationspolitik“ der Stadt gehofft. (aha)

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