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„Ein unnützes Stück Straße“: Ortsbeirat Oberzwehren fordert Platz zum Spielen statt Parken

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Von: Claudia Feser

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Spielen statt parken: Der Ortsbeirat will einen Platz zum Spielen am Ende der Mattenbergstraße. Die Fläche wird von Kunden des Supermarkts und Besuchern der Moschee zum Parken genutzt – trotz Verbotsschilds.
Spielen statt parken: Der Ortsbeirat will einen Platz zum Spielen am Ende der Mattenbergstraße. Die Fläche wird von Kunden des Supermarkts und Besuchern der Moschee zum Parken genutzt – trotz Verbotsschilds. © Claudia Feser

Für die einen ist das Ende der Mattenbergstraße ein praktischer Parkplatz, für die anderen „ein unnötiges Stück Straße, das die Durchfahrt ins Nichts ermöglicht“.

Oberzwehren – Letzteres sagt Oberzwehrens Ortsvorsteher Philipp Humburg über das Ende der Mattenbergstraße in Richtung Kleingartenverein. Während der jüngsten Sitzung stimmten die Ortsbeiratsmitglieder einstimmig für die Teileinziehung des Straßenstücks.

Sie plädieren dafür, dass die 1200 Quadratmeter große Fläche zwischen Discounter-Parkplatz und Grünanlage künftig für Basketballspiele und Spaziergänge genutzt wird. Bislang nutzen viele Autofahrer die Seitenstreifen links und rechts der Mattenbergstraße zum Parken – trotz Halteverbotsschild am Seitenstreifen.

Die Mattenbergstraße bildet dort mit der Kronenackerstraße ein grünes Dreieck, an einer Seite stehen etliche Beuys-Bäume. Vor einiger Zeit hat ein Lastwagen im Vorbeifahren ein Stück aus einem Beuys-Baum rausgerissen. Das ärgert Anwohner und die Mitglieder des Ortsbeirats. Auch dass manche Kunden des benachbarten Supermarktes an der Straße parken anstatt auf der geräumigen Fläche des Marktes, sie parken an der Straße sozusagen in zweiter Reihe.

Auch Besucher der benachbarten Moschee der Mevlana camii-Gemeinde nutzen den Seitenstreifen zum Parken. Mahmut Eryilmaz, der stellvertretende Vorsitzende der Gemeinde, sagt: „Dass dadurch ein Durcheinander erzeugt wird, ist nicht in unserem Interesse.“ Er plädiert dafür, dass die Besucher der Moschee, wenn möglich, zu Fuß kommen oder Fahrgemeinschaften bilden. Die türkisch-islamische Gemeinde sei an einer Kooperation sehr interessiert: „Wir wollen konstruktiv schauen, was Sinn macht für das Straßenstück.“ Seiner Meinung nach wäre ein Angebot für Jugendliche „eine gute Lösung“.

Das Aufstellen von Basketballkörben ist im Gespräch. Nach den Plänen des Ortsbeirats soll das sechs Meter breite und 200 Meter lange Straßenstück entsiegelt werden. Poller vorne und hinten könnten die Durchfahrt verhindern, so der Vorschlag. Der Zugang zum Supermarkt-Parkplatz sei über die Kronenackerstraße möglich, und die Einfahrt zum Moscheegelände liege vor dem betreffenden Straßenstück. Wie „das unnötiges Stück Straße, das die Durchfahrt ins Nichts ermöglicht“ künftig genutzt werde, könne auch per Bürgerbeteiligung beraten werden.

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