Hauseigentümer verlangt Miete für Stellflächen

Heftiger Streit um Parkplätze

Oberzwehren. Heinz Schmidt und Benedetto Bocchino sind stinksauer. Sie sind Mieter des Hauses an der Straße Auf dem Angel 2, das früher der GWH gehörte. Dem Ortsbeirat Oberzwehren berichteten sie, dass sie ihre Parkplätze nicht mehr nutzen können, die Stellflächen seien vom neuen Eigentümer gesperrt worden.

Genau genommen von dessen Verwalter, der Frankfurter Firma Wevato Immobilienmanagement. Sie habe die Mieter wissen lassen, dass sie für 20 Euro monatlich die Parkplätze anmieten können. Das sei aber nicht zulässig, da die früheren Mietverträge weiter gelten und keine Parkplatzmiete vorgesehen sei, meinen die Mieter.

Nicht nur, dass sie jetzt für Stellflächen zahlen sollen und sie keine Parkplätze haben, sorgt für Empörung. Man sorgt sich auch darum, dass das Quartier zugeparkt wird und ein Verdrängungseffekt entsteht.

Nach Auskunft von Wewato-Mitarbeiter Lars Greve stellt es sich anders dar: Die Mieter des Hauses seien auf ihn zugekommen mit der Bitte, eine Schranke zu errichten, um Fremdparken zu verhindern. Warum die Mieter 20 Euro für einen Stellplatz zahlen sollen, beantwortete Greve nicht.

Mit dieser Art „Parkverbot“, wie es die Mieter sehen, hängt ein anderes Thema zusammen, das Mieter und Ortsbeirat schon lange umtreibt: Man möchte wissen, wer nach dem Verkauf des Hauses Auf dem Angel 2 Eigentümer geworden ist. Es sei nicht nachvollziehbar, warum das verschwiegen werde.

Dazu erklärten auf HNA-Anfrage Christian Wedler, Leiter des GWH-Immobilienhandel, und Stefan Bürger, Leiter der GWH-Geschäftsstelle, sie dürften keine Namen nennen, dies sei so mit dem neuen Eigentümer vereinbart. Es handele sich um einen der GWH von früher her bekannten Geschäftspartner. Dieser wolle auch weiterhin anonym bleiben.

Der Ortsbeirat zeigte sich darüber und über die Parksituation außerordentlich verärgert. Er kritisierte, dass der neue Eigentümer, anders als die Genossenschaften, seiner sozialen Verantwortung nicht nachkomme. Das Gremium bittet mit seinem Beschluss die Stadt, sich des Problems anzunehmen und die Situation zu überprüfen. Fotos: Oschmann

Von Sabine Oschmann

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