Frank Thonicke über Armutsflüchtlinge

Kommentar zur Zwangsräumung in Oberzwehren: "Aus blanker Not"

Kassel. Bei einer Zwangsräumung in Oberzwehren wurden am Mittwochabend 51 Menschen aus einem baufälligen Haus geholt. Dazu ein Kommentar von HNA-Redakteur Frank Thonicke.

Bei diesem Szenario stellen sich einem die Nackenhaare auf: Da vagabundieren 51 Menschen, darunter viele kleine Kinder, auf engsten Raum in einem baufälligen Haus. Unter Zuständen, die erbärmlich sind.Wir wissen nicht, was diese Menschen hertreibt. Zu vermuten ist, dass es die blanke wirtschaftliche Not ist. Aus der Sicht eines Menschen aus den tiefsten Karpaten ist Deutschland ein Schlaraffenland, in dem selbst ein einsturzgefährdetes Haus mitunter besser ist als die Hütte in der Heimat.

Dass immer mehr Armutsflüchtlinge bei uns aufschlagen, liegt an der EU. Ein Europa, das seine Grenzen so weit nach außen steckt wie noch nie, garantiert allen Einwohnern viel Freiheit.

Diese Freiheit kann auch missbraucht werden. Prostitution, Kriminalität, organisierte Bettelei sind oft die Folgen. Nicht die armen Menschen, die schon als „Rotationseuropäer“ bezeichnet werden, machen dabei den Reibach. Sie sind Verlierer. Gewinner sind die Banden-Bosse im Hintergrund. Und die wohnen garantiert nicht in Abriss-Häusern.

Hausräumung: Polizei holt 51 Menschen aus baufälligem Gebäude

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Rubriklistenbild: © Malmus

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