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Per Haftbefehl gesucht, im Kleiderschrank entdeckt: Festnahme in Kassel

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Von: Katja Rudolph

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Kassel. Ein per Haftbefehl gesuchter Mann aus Kassel versuchte am Mittwochmorgen seiner Festnahme zu entgehen, indem er sich vor der Polizei versteckte. Nun hat er ein weiteres Strafverfahren am Hals.

Wer von der Polizei nicht entdeckt werden will, der muss sich schon etwas besseres einfallen lassen als das klassische Versteck des geheimen Liebhabers. Im Kleiderschrank hat die Polizei am Mittwoch einen per Haftbefehl gesuchten 23-Jährigen entdeckt.

Gegen den Kasseler lag ein Urteil wegen Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz vor. Er konnte entweder 800 Euro Geldstrafe zahlen, ansonsten musste er für 90 Tage Haft. Gegen 8 Uhr suchten Beamten die Wohnung des 23-Jährigen in Oberzwehren auf. Nach mehrfachem Klingeln und Klopfen öffnete eine Frau die Tür, verleugnete aber die Anwesenheit des Gesuchten, wie Polizeisprecher Matthias Mänz berichtet. Die Beamten durchsuchten daraufhin die Wohnung.

Sie entdeckten den Mann zusammengekauert im Schlafzimmerschrank. Der 23-Jährige reagierte sofort aggressiv, schildert Mänz. Der Mann begann die Beamten heftig zu beleidigen und versuchte seiner Festnahme zu entgehen, indem er um sich trat. Dabei traf er einen Polizisten am Oberkörper und am Bein, ohne ihn jedoch verletzen zu können.

Die Streife überwältigte den Mann schließlich und trat mit ihm die Fahrt ins Gefängnis an, da er die 800 Euro nicht bezahlen konnte. Zur gleichen Zeit kam die Ehefrau des 23-Jährigen zum Polizeirevier, um die Geldstrafe zu begleichen. Daraufhin drehte die Streife wieder um und entließ den Mann schließlich auf freien Fuß.

Er muss sich nun allerdings erneut wegen einer Straftat verantworten: Widerstand gegen die Polizei, Körperverletzung und Beleidigung.

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