Ermittlungen der Polizei laufen

Folgenschwerer Schulstreich: Normalität am Tag danach

Kassel. Der Tag danach: Noch gibt es keine neuen Erkenntnisse zu dem Gas-Alarm an der Christoph-Lichtenberg-Schule und der Willy-Brandt-Schule in Oberzwehren am Mittwoch.

Polizeisprecherin Sabine Knöll sagte auf Anfrage der HNA: „Die Ermittlungen laufen. Wir hoffen auf hilfreiche Hinweise.“ Die Kosten für den Großeinsatz dürften in die Tausende gehen, schätzt Knöll. Sollte der Täter ermittelt werden können, müsse er dafür aufkommen. An den betroffenen Schulen ging einen Tag nach dem Alarm alles wieder seinen gewohnten Gang. Der Unterricht finde regulär statt, sagten Markus Crede von der Christoph-Lichtenberg-Schule und Charlotte Daum von der Willy-Brandt-Schule auf Anfrage der HNA.

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Trotz des Vorfalls fühlen sich die beiden Schulen sicher. „Das war ein singuläres Ereignis“, sagt der stellvertretende Schulleiter der Christoph-Lichtenberg-Schule Markus Crede. Ansonsten kaum Probleme Es gebe ansonsten kaum Probleme an der Schule. „Wir haben hier ein angenehmes Miteinander“, betonte Crede. Eine Videoüberwachung lehnt er ab und setzt stattdessen auf Kommunikation. „Wir haben Mediatoren, Mentoren und eine Schulsozialarbeiterin, die bei Konflikten Unterstützung bieten“, erläuterte der Pädagoge.

Charlotte Daum von der Willy-Brandt-Schule sieht ebenfalls keinen Handlungsbedarf. Eine Videoüberwachung war bei uns noch nie ein Thema“, sagte Daum, die Mitglied der Schulleitung ist. Die Lehrer seien als Aufsichtpersonen immer da und ansprechbar. Zudem sei der Alarm der erste Vorfall seit langer Zeit gewesen.

Die Schulen im Landkreis Kassel sehen keinen Grund zu strengerer Überwachung der Schüler. Sowohl Ana Viehmann, Schulleiterin der Wilhelm-Leuschner-Schule in Niestetal (WLS), als auch der stellvertretende Schulleiter der Gesamtschule Kaufungen, Martin Stamme, halten ihre Schulen für sicher. „Bei uns greift das soziale Gefüge“, sagte Viehmann. Die Schüler fühlten sich „gesehen“, aber nicht durch eine Kamera, sondern durch Menschen. So gebe es in der WLS auf fast jedem Gang einen Teamraum, in dem sich immer ein Pädagoge aufhalte und arbeite. Dadurch sei stets ein Ansprechpartner für die Schüler in unmittelbarer Nähe. Das habe den positiven Nebeneffekt, dass die Lehrer das Geschehen im Gang im Blick haben. (nis/chr)

Gas-Alarm an Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule in Kassel

 

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