Schub durch Großauftrag

Octavia sucht Mitarbeiter: SAP-Spezialist will weiter wachsen

Auf Wachstumskurs: Octavia-Vorstand Stefan Schellhase sucht qualifizierte Mitarbeiter. Foto:  Schachtschneider

Kassel. Das Kasseler Software- und Beratungsunternehmen Octavia will in den nächsten Jahren weiter wachsen. „Unser Ziel ist es, die Zahl der Mitarbeiter von heute 60 auf 100 zu erhöhen“, sagt Stefan Schellhase, der zusammen mit Alexander Dortants den Vorstand der auf SAP-Anwendungen spezialisierten Firma bildet.

Ein Großauftrag der in Kassel ansässigen bundesweit agierenden Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau sorgt für weiteren Auftrieb.

Durch enge Kontakte zur Kasseler Universität ist Octavia bereits eine Anlaufstelle für Absolventen, die Informatik, Mathematik oder Betriebswirtschaft studiert haben. Durch betriebsinterne Fortbildungen werden sie für einen umkämpften Markt fit gemacht. „Die Kunden suchen Leute mit Erfahrung, der Einstieg ist in unserer Branche besonders schwer“, sagt Schellhase.

Viele der Octavia-Mitarbeiter betreuen eigenständig Firmen, die mit dem europäischen Marktführer SAP arbeiten und passgenaue Anwendungen für ihre Bedürfnisse brauchen. Das führt dazu, dass auf den Fluren von Octavia auf der Marbachshöhe nicht viel Betrieb ist. Viele der Mitarbeiter leben in Frankfurt, Braunschweig, Saarbrücken, München und auch in Thüringen. „Wir freuen uns über jeden, der nach Kassel oder Nordhessen zieht, aber das ist keine Voraussetzung, sagt Stefan Schellhase. Der 48-Jährige wohnt mit seiner Familie in Kaufungen und hat an der Uni Kassel studiert.

Acht Millionen Euro Umsatz im Jahr macht Octavia nach Angaben des Vorstands. Die Firma hat zwar schon für die heimischen Unternehmen K+S, SMA und auch für VW in Baunatal gearbeitet.

SAP-Beratung ist aber bundesweit und auch im deutschsprachigen Ausland gefragt. Unter anderem in Köln, wo Octavia eine Zweigstelle hat. Im Umfeld gibt es eine Reihe von Versicherungskonzernen, die neben der Telekom zu den Hauptkunden gehören. Bei Bedarf werden aber auch Auftraggeber weltweit betreut. Im Moment ist eine Octavia-Mitarbeiterin in Taiwan beschäftigt.

Zentrale Lage 

Seit 1997 gibt es Octavia. Die acht Gründer (deshalb der Name) haben sich mittlerweile aus dem Tagesgeschäft zurückgezogen und bilden den Aufsichtsrat. Der Firmensitz auf der Marbachshöhe an der Marie-Calm-Straße war früher ein Mannschaftgebäude der Bundeswehr.

Die zentrale Lage mitten in Deutschland und die Nähe zum IC-Bahnhof seien selbst in der IT-Branche ein Standortvorteil, sagt Stefan Schellhase. Da hätten die Firmengründer ein gutes Gespür gehabt.

Von Thomas Siemon

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