Wohn- und Geschäftshaus an der Friedrich-Ebert-Straße 14 wurde saniert

Ökologisch saniert: Klaus Kühlborn hat das Wohn- und Geschäftshaus Friedrich-Ebert-Straße 14 von Grund auf erneuert. Eine gut gedämmte Holzfassade sorgt nun für niedrigen Energieverbrauch. Fotos: Zgoll

Kassel. Verjüngungskur für einen 1950er-Jahre-Bau: Nur der Baukran im Hof erinnert noch daran, dass das Haus an der Friedrich-Ebert-Straße 14 Großbaustelle war. Das Gebäude aus dem Jahr 1958 präsentiert sich Passanten nun als modernes Wohn- und Geschäftshaus mit großen Fenstern und aufgesetzten Dachgauben.

Was man nicht sieht: Eine gut gedämmte Holzfassade, vor die alte Hauswand gesetzt, sorgt drinnen für wohlige Wärme und einen niedrigen Energieverbrauch.

800 000 Euro hat Klaus Kühlborn, Chef des gleichnamigen Spangenberger Holzbau-Unternehmens, in Umbau und Sanierung des viergeschossigen Gebäudes investiert, das völlig entkernt wurde. Die 24 Zentimeter dicke Fassadendämmung und alle anderen Dämmstoffe stammen nach Angaben des Bauherrn allesamt aus nachwachsenden Rohstoffen wie Holz und daraus hergestellte Zellulose und Holzfaser.

Noch Baustelle: Stephan Schmidt (Holzbau Kühlborn) und seine Kollegen sind noch mit dem Innenausbau beschäftigt.

Auf Styropor, Folien und künstliche Dampfsperren habe man bewusst verzichtet. sich für regionale Handwerker und Zulieferer entschieden. „Meines Wissens nach ist es das erste Haus in Kassel, das in dieser Art saniert wurde“, sagt Kühlborn.

Neben der guten Dämmung sorgen mehrfach verglaste Fenster dafür, dass der Straßenlärm rund um den nahegelegenen Ständeplatz draußen bleibt. „Das kommt auch durch die tollen Baustoffe“, sagt der Bauherr. Die acht Wohnungen, 80 und 90 Quadratmeter groß, bekamen zeitgemäße Zuschnitte, die Eingänge wurden vergrößert, eine Fußbodenheizung verlegt. Fahrstuhl und Treppenhaus werden ebenfalls erneuert. Bis auf die beiden Wohnungen mit Galerie-Ebene unterm Dach ist laut Kühlborn alles vermietet.

Die Pizzeria im Erdgeschoss, seit 20 Jahren im Haus, ist geblieben. Die zweite Ladenfläche, früher von einem Asia-Laden belegt, wird die Firma Holzbau Kühlborn künftig für die eigene Präsentation nutzen. Das Gebäude selbst ist sozusagen die Visitenkarte. Noch sind die Handwerker des Spangenberger Unternehmens im Haus. Die Bauarbeiten haben im Oktober begonnen und sollen Ende Februar beendet sein. Größter Eingriff des Bauherrn waren Abbruch und Wiederaufbau des Gebäudes ab der vierten Etage. (els)

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