NVV rechnet mit Angebotsstreichungen

Ökostrom macht Nahverkehr teurer

Kassel. Die Ökostrom-Umlage kommt die Verkehrsunternehmen in Nordhessen teuer zu stehen: Wenn zum Jahreswechsel die sogenannte EEG-Umlage ansteigt, steigen auch die Kosten im Schienenverkehr.

Der Bund prüft zudem, ob eine Vergünstigung für große Unternehmen aufgehoben wird. Sollte dies passieren, werde es zu Kürzungen im Fahrplan-Angebot kommen, heißt es beim Nordhessischen Verkehrsverbund (NVV).

3,6 Cent pro Kilowattstunde zahlen die Verkehrsunternehmen wie Cantus bisher an EEG-Umlage. Ab dem neuen Jahr werden es 5,3 Cent sein. Ausgenommen davon sind aufgrund ihres hohen Verbrauchs in der Region bisher die Deutsche Bahn und die Kasseler Verkehrsgesellschaft KVG. Dank einer Vergünstigung beträgt hier die Öko-Abgabe nur 0,05 Cent pro Kilowattstunde.

„Die Entwicklung bereitet uns Sorgen“, sagt NVV-Sprecherin Sabine Herms. Die Verkehrsunternehmen würden durch die Ökostrom-Umlage gezwungen, ihre Preise weiter zu erhöhen. Bezahlen muss dies der NVV mit seinem Budget von 140 Millionen Euro.

Die Fahrgäste könne man angesichts steigender Fahrpreise nicht noch weiter zur Kasse bitten. Deshalb werde ein Ende der EEG-Vergünstigung Streichungen im Fahrplan zur Folge haben, sagt Herms. „Das ist der realistischere Weg.“ (gör)

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