Wintershall steigert Neun-Monats-Umsatz

Ölpreis, China und Gazprom-Tausch: BASF kappt die Ziele für 2015

Der Kasseler Öl- und Gasförderer Wintershall hat in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 12,3 Mrd. Euro zum Umsatz seiner Muttergesellschaft BASF beigesteuert.

Das sind zehn Prozent mehr als vor Jahresfrist.

Das geht aus den aktuellen Quartalszahlen des Ludwigshafener Chemiekonzerns hervor. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) im Öl- und Gasgeschäft gab danach von Januar bis Ende September um ein Prozent auf 1,51 Milliarden Euro nach. Der Überschuss nach Anteilen Dritter legte hingegen in den ersten neun Monaten um 21 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro zu. Das kräftige Plus ist dem Vermögenstausch zwischen BASF und Gazprom zu verdanken. Mit dem zunächst auf Eis gelegte und dann doch noch durchgezogenen Geschäft wandern der Gashandel, einschließlich der Kasseler Wingas, und das Speichergeschäft komplett in russische Hand. Wintershall erhält dafür Anteile an Gasfeldern in Sibirien.

Das Tauschgeschäft schlägt sich in den Quartalszahlen der BASF nieder. Der Chemiekonzern kappt seine Umsatz- und Ertragsziele für das laufende Jahr, wobei allerdings auch der Ölpreisverfall und die sich abkühlende Konjunktur in China eine Rolle spielen.

Der Konzernumsatz wird nach der neuen Prognose leicht unter dem Vorjahreswert von 74,33 Milliarden liegen. Auch das das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sowie Sondereinflüssen werde die 7,36 Mrd. Euro des Vorjahres nicht ganz erreichen. Der Tausch mit Gazprom werde im vierten Quartal mit einem Umsatzminus von etwa drei Mrd. Euro zu Buche schlagen.

Insgesamt stieg der BASF-Konzernumsatz von Januar bis Ende September um ein Prozent auf 56,6 Mrd. Euro, der Überschuss gab um zwei Prozent auf 3,6 Mrd. Euro nach. (dpa/wll)

Rubriklistenbild: © dpa

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