Fan zeigte Hitlergruß

KSV - Offenbach: Fünf Festnahmen nach dem Spiel

Kassel. Die Auftaktbegegnung zur neuen Spielzeit in der Regionalliga Südwest zwischen dem KSV und den Offenbacher Kickers endete  unentschieden. Vor und während des Spiels blieb es zwischen den Fan-Lagern ruhig, danach kam es zu Auseinandersetzungen.

Die Auseinandersetzung während des Spiels im Auestadion vor über 5000 Zuschauern beschränkte sich auf Fan-Gesänge. Laut Polizei benahmen sich nach dem zwischenzeitlichen 0:2 "wieder einmal heimische Fans daneben", als sie im KSV-Fanblock Pyrotechnik und Rauchkörper zündeten. Ein Tatverdächtiger konnte nach dem Spiel identifiziert und festgenommen werden. Gegen ihn wird wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz ermittelt.

Nach dem Spiel warfen KSV-Fans vor dem Stadion Böller und versuchten laut Polizei, an den Einsatzkräften vorbei zu den Offenbacher Fan-Bussen zu gelangen, was die Polizei nach eigenen Angaben jedoch verhindert. Bei Auseinandersetzungen vor der Fan-Kneipe Rauchfang in der Frankfurter Straße wurde nach dem Spiel ein Polizeibeamter leicht verletzt, ein Tatverdächtiger vorläufig festgenommen. Ein KSV-Anhänger muss sich außerdem wegen Zeigen des Hitlergrußes strafrechtlich verantworten. Auch er wurde vorläufig festgenommen. Gegen zwei weitere KSV-Fans wird nach Beleidigungen gegenüber Einsatzkräften der Polizei ebenfalls strafrechtlich ermittelt.

Die Frankfurter Straße musste zwischen 21.30 Uhr und 22 Uhr kurzfristig stadteinwärts zum Teil voll gesperrt werden, weil laut Poliezi "KSV-Chaoten auf der Straße herumliefen". Auch ein Wasserwerfer wurde dort um 21.50 Uhr vorsorglich in Stellung gebracht. Dazu musste der Fahrstrom der Straßenbahn kurz abgeschaltet werden. Nachdem sich die Lage wieder beruhigt hatte, konnten die Bahnen ab 22 Uhr wieder fahren.

Vier Offenbach-Anhänger mussten sich noch vor dem Spiel einer Identitätsfeststellung unterziehen. Sie sollen am "Spielfeldsturm" beim Relegationsrückspiel der Kickers zum Aufstieg in die 3. Liga am 31. Mai gegen den 1. FC Magdeburg beteiligt gewesen sein. Die vier jungen Männer aus Offenbach - drei von ihnen sind 18, einer 17 Jahre alt - erwarten jetzt Strafanzeigen wegen Hausfriedensbruch. Sie müssen außerdem mit einem zweijährigen, bundesweiten Stadionverbot rechnen. Einer der vier muss sich zudem in einem Strafverfahren wegen der Unterschlagung einer EC-Karte verantworten.

"Unser Einsatzkonzept der konsequenten Fan-Trennung ist aufgegangen", zog Polizeidirektor Michael Tegethoff ein erstes Fazit nach dem Spiel. "Einige KSV-Anhänger suchen leider immer wieder die Auseinandersetzung mit den gegnerischen Fans. Wenn die dann weg sind, ist scheinbar die Polizei der Gegner." Das sei bedauerlich, weil "diese sogenannten Fans damit nicht nur sich selber sondern auch ihrem Verein schaden."

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