Eröffnung am Sonntag

Vorplatz der Friedenskirche wurde barrierefrei umgestaltet

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Zufrieden mit dem Ergebnis des Umbaus: Pfarrer Carsten Köstner-Norbisrath (vorne) und Kirchenvorstandsvorsitzender Gottfried Elsas freue sich auf die Eröffnung des Vorplatzes der Friedenskirche am Sonntag. Das Flatterband um die Grünflächen wird bis dahin abgenommen.

Kassel. Der Vordere Westen ist um einen attraktiven Platz reicher geworden: Die evangelische Gemeinde der Friedenskirche hat den Eingangsbereich des Gotteshauses komplett umgestaltet und dabei einen ebenerdigen Zugang geschaffen.

Der 40.000 Euro teure Umbau hat sich gelohnt. Der Vorplatz, der zuvor mit meterhohem Gestrüpp zugewachsen war, wirkt jetzt offen und einladend und lässt den angrenzenden Karl-Marx-Platz blass aussehen. Offiziell eröffnet wird der Kirchplatz am kommenden Sonntag, 15. September. Der erste Teil des Gottesdienstes ab 10.30 Uhr soll im Freien auf dem Vorplatz stattfinden.

Ein Gewinn ist der Umbau vor allem für Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte und ältere Menschen. Ab sofort müssen sie keine Stufen mehr überwinden, um in die Kirche zu gelangen. Dadurch, dass der Platz zur Mitte hin sanft ansteigt, lösen sich die Treppenstufen im Eingangsbereich in einer Ebene auf.

Für Blinde und Sehbehinderte sind links und rechts des Weges, der zum Eingang führt, Streifen mit kleineren Pflastersteinen eingelassen, die den mit dem Stock Tastenden Orientierung erleichtern sollten.

Aber auch diejenigen, die nicht auf Barrierefreiheit angewiesen sind, profitieren von der Umgestaltung. „Brautpaare könnten sogar mit einer Stretchlimousine vorfahren“, sagt Pfarrer Carsten Köstner-Norbisrath und lacht. Nach dem Gottesdiensten lädt die vergrößerte, halbrund angelegte Platzfläche, die mit dem Bogen des Eingangsfensters korrespondiert, zum Verweilen ein.

Für Fahrräder wurde auf der Kirchenseite zur Elfbuchenstraße eine Abstellfläche geschaffen. Der zuvor verwilderte Grünflache ist dafür ebenfalls gepflastert worden. Die Stadt richtet derzeit noch den Gehweg entlang der Kirche her, der abgesackt war.

Die Kosten für den Umbau des Vorplatzes schultern Gemeinde und Stadtkirchenkreis je zur Hälfte. Auf Spenden ist die Friedenskirchengemeinde angewiesen, um die noch fehlende Beleuchtung des Platzes und zwei Strahler für die Fassade anzuschaffen.

Auf einer zweiten Baustelle hinter der Kirche wird übrigens noch ein paar Wochen weitergearbeitet: Die Umgestaltung des Gemeindehauses zum Stadtteilzentrum soll Ende September weitgehend abgeschlossen sein. Vom Ergebnis kann man sich bei einem Tag der offenen Tür am 29. September einen Eindruck verschaffen.

Kontakt: Carsten Köstner-Norbisrath, Tel. 0561/36 727 , E-Mail: pfarramt2.kassel-friedenskirche@ekkw.de

Von Katja Rudolph

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