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Ohne Maske droht Rauswurf aus Straßenbahn und Bus

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Von: Thomas Siemon

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FFP-2-Maske am Finger eines Aporthekers
Corona-Maske (Symbolbild) © Friso Gentsch/DPA

Auch wenn das zum Beispiel in Bayern anders geregelt ist: In Hessen und damit auch in Kassel gilt weiterhin die Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr. NVV und KVG kontrollieren das auch.

Kassel – Wer am Wochenende mit der Straßenbahn zum Einkaufen in die Stadt oder auf den Weihnachtsmarkt fährt, ist mit Sicherheit nicht allein. Volle Bahnen und Busse gehören in der Vorweihnachtszeit ebenso dazu wie volle Parkhäuser. Der Unterschied: Im öffentlichen Nahverkehr gilt nach wie vor die Maskenpflicht. Darauf weisen sowohl der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV) als auch die Kasseler Verkehrsgesellschaft (KVG) hin.

Das Bundesland Hessen fährt dabei einen anderen Kurs im Kampf gegen Corona als zum Beispiel Bayern und Sachsen-Anhalt. Dort haben die Landesregierungen die Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr beendet. Es gilt nur noch die Empfehlung zum Tragen des Mund-Nasenschutzes.

In Hessen und damit auch in Kassel und Umgebung muss man in Bussen und Bahnen weiterhin die Maske tragen. Das wird auch kontrolliert. Nach Angaben von KVG und NVV sind derzeit bis zu zehn Teams eines Sicherheitsdienstes unterwegs, die Stichproben machen. Dabei werden alle Fahrgäste angesprochen, die keine Maske tragen. Wenn diese nicht bereit sind, das zu ändern, müssen sie das Fahrzeug verlassen.

Das läuft nicht immer konfliktfrei. Nicht nur wegen der Maskenpflicht war es zuletzt unter anderem auf Straßenbahnlinien durch die Nordstadt zu Problemen gekommen. Hier sind Kontrolleure beschimpft und bedroht worden. Deshalb gab es im November Schwerpunktkontrollen zwischen den Haltestellen „Am Stern“ und Holländische Straße“.

Dabei waren neben Kontrolleuren der Verkehrsunternehmen auch Polizeikräfte im Einsatz. Bei den Kontrollen an einem Wochentag zwischen 14 und 19.30 Uhr wurden 40 Schwarzfahrer erwischt. Zudem wurden 14 Verfahren wegen Verstößen gegen die Maskenpflicht eingeleitet. Hinzu kam ein Verfahren wegen illegalen Drogenbesitzes. Nach Angaben der Polizei gab es von den Fahrgästen mit Maske und Fahrschein viele positive Rückmeldungen auf den Einsatz.

Das unterstreichen auch die Verkehrsunternehmen. Man lege großen Wert darauf, dass sich die Fahrgäste in Bussen und Bahnen wohl und sicher fühlen, so eine NVV-Sprecherin. Die große Mehrheit sei froh über die Maskenpflicht, die zur Minderung des Infektionsrisikos beitrage. Die gilt bis mindestens April 2023 auch in den Zügen des Fernverkehrs der Bahn.

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