Firma W. & L. Jordan hat das Deutsche Haus in London ausgestattet

Treffpunkt der deutschen Olympia-Gemeinde: Das Deutsche Haus in den Londoner Docklands wurde für die Zeit der Spiele mit Bodenbelägen der Kasseler Firma Jordan eingerichtet. Fotos:  Jordan(2), asz, dpa

Kassel. Wenn Sportler, Ehrengäste, Fans und Funktionäre derzeit in London die deutschen Olympia-Erfolge feiern, dann tun sie das gewissermaßen auf Kasseler Boden.

Der Holz- und Bodenbelagsgroßhändler W. & L. Jordan aus Kassel hat das Deutsche Haus im Londoner East End mit seinen Produkten ausgestattet. Täglich bis zu 1000 Gäste besuchen den Treffpunkt der deutschen Olympia-Gemeinde. Bundespräsident Gauck war schon da, und auch Fürst Albert von Monaco wandelte bereits über die Textil- und Vinylbeläge der nordhessischen Marke Joka, von denen Jordan insgesamt 1400 Quadratmeter in dem historischen Speichergebäude verlegen ließ.

Während der Spiele treffen sich dort die deutschen Athleten und Betreuer mit Sponsoren, politischen Gästen und Medienvertretern. Zudem finden im Deutschen Haus Pressekonferenzen und TV-Übertragungen statt, und es gibt erstmals einen öffentlichen Fan-Bereich – quasi als Botschaft des deutschen Sports in der Olympia-Metropole.

Nach Turin, Peking und Vancouver ist Jordan zum vierten Mal mit solch einem Ausstattungsprojekt dabei. „Das ist eine ganz wichtige Referenz für das Image unserer Marke“, sagt Geschäftsführer Jörg Ludwig Jordan. Im Vorfeld der Winterspiele 2006 in Italien hatte Seniorchef Horst-Dieter Jordan von einem Geschäftsfreund den Tipp bekommen, sich als Ausstattungspartner für das Deutsche Haus zu bewerben. Dies sei der Grundstein für die Sportmarketing-Aktivitäten des bundesweit tätigen Kasseler Unternehmens gewesen, erinnert sich Prokurist Robert Horst. Heute arbeitet Jordan mit Wintersportgrößen wie Magdalena Neuner, Arnd Peiffer und Ronny Ackermann zusammen. „Vorher“, so Horst, „haben wir allenfalls was mit dem KSV und den Huskies gemacht.“

Jörg Ludwig Jordan

Die Nähe zum Sport bringt der Marke Joka nach seinen Worten nicht nur Image-Punkte, sondern immer wieder auch interessante Aufträge. Etliche Spitzensportler wie etwa Diskus-Weltmeister Robert Harting hätten sich ihre Häuser mit Joka-Bodenbelägen ausstatten lassen, auch der Deutsche Turnerbund habe sich beim Bau seines neuen Verwaltungsgebäudes für die Produkte aus Kassel entschieden. Und beim Ball des Sports werde jedes Jahr auf 8000 Quadratmetern Joka-Boden getanzt, die das Kasseler Unternehmen temporär in der Wiesbadener Rhein-Main-Halle verlegen lässt.

Ähnliche Anforderungen gelten auch im Fan-Bereich des Deutschen Hauses in London. Das 200 Jahre alte Gebäude beherbergt normalerweise das Museum of London Docklands. Um den historischen Holzboden zu schützen, hat Jordan darüber einen eichenfarbigen Vinylbelag ausgelegt. Im Olympia-Trubel dieser Wochen muss der Fußboden nach Angaben des Unternehmens „Feierlichkeiten bis in die frühen Morgenstunden aushalten“.

Von Axel Schwarz

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