Das Umsonst-und-draußen-Ereignis des Schlachthofs soll nach Pause weitergehen

Mind the Gap: Open-Air-Festival fällt 2013 aus

Ein Fest für alle: Das Mind-the-Gap-Festival lockte im vorigen August 8000 Menschen in den Nordstadtpark. Nach einem Rückzug eines Sponsors soll es erst 2014 wieder stattfinden. Fotos: Malmus/Lohr/nh

Kassel. Hinter der schlechten Nachricht, die das Kasseler Kulturzentrum Schlachthof am Mittwoch verbreitete, steckte auch eine gute. Die negative Meldung lautet: Das Umsonst-und-draußen-Festival „Mind the Gap“, das im vorigen August an zwei Tagen fast 8000 Menschen in den Nordstadtpark lockte, fällt dieses Jahr aus.

Die positive Nachricht: 2014 soll es wieder stattfinden.

Grund für den Ausfall ist der bisherige Hauptsponsor, der Stiftungsverbund des Solartechnikherstellers SMA, der die Veranstaltung dieses Jahr nicht unterstützt. Zuletzt hatte die gemeinnützige GmbH mit etwa 15.000 Euro einen Großteil des knapp 50.000 Euro umfassenden Etats finanziert.

Der Rest kam unter anderem von der Kasseler Sparkasse und der Stadt. „Wir fördern dieses Jahr andere Projekte“, sagt Geschäftsführer Volker Wasgindt, der Mind the Gap aber sehr schätzt und sich „gut vorstellen kann“, die vierte Auflage 2014 zu unterstützen.

Impressionen von 2012:

- Mind the Gap-Festival (1. Tag): Die Nordstadt tanzt die Polka

- Mind the Gap-Festival (2. Tag): Alle Erwartungen überetroffen

In einem anderen Jahr hätten Christine Knüppel und Wolfram Benczek vom Schlachthof versucht, alternative Sponsoren zu finden,aber 2013, wo der Hessentag und die 1100-Jahr-Feier der Stadt einen Großteil des Kulturprogramms bestimmen, halten sie das für ein aussichtsloses Unterfangen.

Und so klein wie in den ersten beiden Jahren will Benczek das Open Air nicht mehr werden lassen, das für ihn mehr ist als nur ein Festival: „Mind the Gap ist auch Stadtteilarbeit. Die Veranstaltung bringt Menschen unterschiedlichster Herkunft zusammen.“ Bei Bands und Künstlern wie Turbostaat, Panteón Rococó und Shantel feierten vorigen Sommer Studenten, Familien, Punkrock-Fans und Nordstadtbewohner mit Migrationshintergrund gemeinsam. Wie der Name schon sagt, soll Mind the Gap den Spalt in der Gesellschaft überwinden.

Anwohnerbeschwerden wegen der Lautstärke haben die Organisatoren ernst genommen. Mit dem Umwelt- und Gartenamt wurden Verbesserungen erörtert. Dieses Jahr wird es nun jedoch still bleiben.

Von Matthias Lohr

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