Geparkte Zulieferer-Lkw belasten das Wohngebiet an Struthbachweg / Wiener Straße

Zugeparkt: Anwohner Osman Beganovic ist genervt von blockierter Straße und laufenden Motoren am Struthbachweg. Archivfoto: Buth-Parvaresh

Nord-Holland. Laufende Motoren von Lkw wegen der nächtlichen Kälte, achtlos hingeworfener Müll und Zigarettenkippen neben den Mehrtonnern sowie Grünstreifen, die zu Toiletten missbraucht werden: Anwohner des Struthbachwegs und der Wiener Straße in der Nordstadt trugen dem Ortsbeirat ihren Kummer mit parkenden Brummis vor.

Wegen des Lärms der Motoren sehen sie sich um ihre Nachtruhe betrogen und fürchten wegen des entstehenden Feinstaubs durch Dieselabgase um ihre Gesundheit. Nicht nur am Wochenende würden die Mehrtonner dort abgestellt, inzwischen auch an Wochentagen. „So kann das hier nicht weitergehen“, sagte einer der Beschwerdeführer resolut. Sie forderten ein Halteverbot für Brummis.

Der Ortsbeirat beschloss nach längerer Diskussion einstimmig, dass das Ordnungsamt in dem Bereich Wiener Straße / Struthbachweg häufiger kontrollieren solle. Denn Motoren laufen zu lassen und Müll auf der Straße zu entsorgen, seien Ordnungswidrigkeiten, die mit Bußgeldern belegt werden könnten. Der Magistrat wurde aufgefordert, eine grundsätzliche Lösung aufzuzeigen.

Bei den Lkw handelt es sich offenbar um Zulieferer des Mercedes-Werks in Rothenditmold. Dort war wegen Anwohnerprotesten der Anlieferer-Parkplatz im Herbst 2010 geschlossen worden. Für die Brummis vorgesehen sind eigentlich Stellplätze am Lohfeldener Rüssel. Diese sind aber kostenpflichtig.

Ortsvorsteherin Monika Sprafke machte deutlich, dass es nicht verboten sei, an Struthbachweg und Wiener Straße Lkw abzustellen.

Denn es handele sich in diesem Bereich um kein reines Wohn-, sondern ein Mischgebiet. Offenbar habe sich nun nach Schließung des Zuliefererparkplatzes das Problem von Rothenditmold in den Stadtteil Nord-Holland verlagert. Deshalb mache es nur Sinn, wenn alle Beteiligten - also die beiden Ortsbeiräte und Mercedes - zusammenkämen, um das Problem anzupacken. Das sei Aufgabe des neu gewählten Gremiums in den nächsten Wochen. (bea)

Anwohner, die sich gestört fühlen, können das Ordnungsamt anrufen: Tel. 787 3061, mo. bis sa., 6 bis 24 Uhr.

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