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Kassel: Tausende waren bei Nacht der offenen Kirchen unterwegs

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Von: Thomas Siemon

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Liebevoll dekoriert: In der Friedenskirche (Vorderer Westen) sorgten jede Menge Kerzen für eine besondere Atmosphäre während der Nacht der offenen Kirchen.
Liebevoll dekoriert: In der Friedenskirche (Vorderer Westen) sorgten jede Menge Kerzen für eine besondere Atmosphäre während der Nacht der offenen Kirchen. © Dieter Schachtschneider

Von der Martinskirche bis St. Familia, von der Matthäuskirche bis zur Klosterkirche in Nordshausen waren 34 Gotteshäuser in Kassel besonders lang geöffnet. Dazu gab es ein vielseitiges Programm-

Kassel – Wie schön die Friedenskirche im Vorderen Westen doch im abendlichen Kerzenschein aussah. Wie einladend St. Familia an der Kölnischen Straße mit dem langen Tisch vom Altar bis hinaus zur Eingangstreppe wirkte. Und wie viel Leben rund um den Bratwurststand vor der Matthäuskirche in Niederzwehren war.

Die Nacht der offenen Kirchen sorgte am Freitagabend für jede Menge Eindrücke und auch Begegnungen. Es dürfte wohl niemand geschafft haben, bei allen 34 Kirchen, die sich mit ihren Gemeinden beteiligten, vorbeizuschauen. Der durchgängige Eindruck war allerdings: Das Angebot wurde nach der durch Corona bedingten Zwangspause sehr gut angenommen.

Das lag natürlich auch an dem mit viel ehrenamtlichen Engagement auf die Beine gestellten Programm. Allein die Tatsache, dass es Menschen gab, die Getränke und Stehtische über steile und zum Ende hin auch sehr schmale Treppen bis hinauf in den Turm der Matthäuskirche geschleppt haben, verdient große Anerkennung.

Organisierten das Speed-Dating in St. Familia: Matthias Ammer (von links), Lisa Wegener und Jörg Bader.
Organisierten das Speed-Dating in St. Familia: Matthias Ammer (von links), Lisa Wegener und Jörg Bader. © Schachtschneider, Dieter

Freunde der Orgelmusik bekamen gleich in mehreren Kirchen Kostproben älterer und neuer Stücke zu hören. Immer wieder beeindruckend ist natürlich das Musikerlebnis in der Martinskirche mit ihrer riesigen Orgel. Aber auch in St. Elisabeth – mit dem künstlerischen Perlen- und Kunstrasenprojekt – und in der Auferstehungskirche erklang die Königin der Instrumente.

Was so einen Abend aber ausmacht, sind die Gespräche und Begegnungen. Und da hatten sich die ehrenamtlichen Helfer der katholischen Kirche St. Familia etwas Besonderes ausgedacht. Sie luden zum Speed-Dating ein. Was in einer Kirche ja erst einmal etwas befremdlich klingt, aber die Möglichkeit bot, mit bislang fremden Menschen ins Gespräch zu kommen. Natürlich auch über den Glauben, aber nicht nur. An der langen Tafel konnte man dann bei Brot, Wein und Wasser über Gott und die Welt reden.

Die Turmbar: Blick in die Matthäuskirche.
Die Turmbar: Blick in die Matthäuskirche. © Privat

Von Kirchturmführungen, über einen Pilgerweg durch den Vorderen Westen bis zur Filmvorführung mit Musik in der Klosterkirche Nordshausen und zum Treffen rund um die gläserne Arche an der Christuskirche in Bad Wilhelmshöhe reichte das Programm. Es lag wohl nicht nur daran, dass trotz einiger dunkler Wolken am Himmel das Wetter mitspielte. Kassels Gotteshäuser hatten zur Nacht der offenen Kirchen sehr viel Zulauf. (Thomas Siemon)

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