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Ostereier aus dem 3D-Drucker: Fachbereich Maschinenbau der Uni wirbt mit Videos für Ausbildung

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Von: Anna-Laura Weyh

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Kein Unterschied zu erkennen: Timo Hofmann, wissenschaftlicher Mitarbeiter (links), hält ein Osterei in der Hand, das aus dem 3D-Drucker kommt. Auf den ersten Blick gleicht es einem echten Hühnerei. Student Karl Wetekam befüllt den 3D-Drucker mit Granulat. Das wird geschmolzen und im 3D-Drucker verarbeitet.
Kein Unterschied zu erkennen: Timo Hofmann, wissenschaftlicher Mitarbeiter (links), hält ein Osterei in der Hand, das aus dem 3D-Drucker kommt. Auf den ersten Blick gleicht es einem echten Hühnerei. Student Karl Wetekam befüllt den 3D-Drucker mit Granulat. Das wird geschmolzen und im 3D-Drucker verarbeitet. © Anna Weyh

„Fast alle Mitarbeiter im Homeoffice ...“ Der Osterhase ist verzweifelt. „Wer bemalt denn dann die ganzen Ostereier?“ Er sucht Rat beim Weihnachtsmann, schließlich braucht der auch Hilfe beim Geschenkeverpacken. Die Lösung: die Uni Kassel. Ein Anruf genügt, und kurze Zeit später läuft der Osterhase schon über den Campus. Dort soll das Ostereier-Bemalen automatisiert werden.

Jetzt noch in der Modellfabrik den Ablauf prüfen – nicht, dass noch ein Osterei kaputtgeht. So beginnt das Video „Auf geht’s, Ostern retten“ vom Fachbereich Maschinenbau. Schon seit Jahren gibt es immer weniger junge Leute, die Studiengänge wie Maschinenbau und Mechatronik belegen. Dem will das Fachbereichsteam entgegenwirken. „Maschinenbau bedeutet nicht nur Technik, sondern auch Menschen. Wir suchen nachhaltige Lösungen und beschäftigen uns mit dem Thema Digitalisierung“, sagt Daniel Koch, wissenschaftlicher Mitarbeiter und zuständig für das Qualitätsmanagement am Fachbereich.

„Wir wollen zeigen, wie vielfältig das Studium ist und dass sich unsere Studierenden in spannende Forschungsprojekte einbringen können. Dafür drehen wir die Videos“, sagt er. Zusammen mit Daniel Hellwig, studentische Hilfskraft, arbeitet Koch seit etwa zwei Jahren an den Filmen. Es gibt lustige Beiträge zu Ostern und zu Weihnachten, aber auch Rundgänge durch die Labore. Mitarbeiter werden vorgestellt und Forschungsprojekte kindgerecht vermittelt.

Unterstützen den Osterhasen im Video: Daniel Koch, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachbereich Maschinenbau (links), und Daniel Hellwig, studentische Hilfskraft, arbeiten gemeinsam an den Videos, um den Fachbereich vorzustellen.
Unterstützen den Osterhasen im Video: Daniel Koch, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachbereich Maschinenbau (links), und Daniel Hellwig, studentische Hilfskraft, arbeiten gemeinsam an den Videos, um den Fachbereich vorzustellen. © Anna Weyh

Timo Hofmann, wissenschaftlicher Mitarbeiter, und Masterstudent Karl Wetekam sorgten schon mal für Osterstimmung im Labor im Sophie-Henschel-Haus am Kasseler Campus. In einem 3D-Drucker haben sie ein Osterei drucken lassen. Das Ergebnis: ein Ei aus Kunststoff, das auf den ersten Blick nicht von einem echten Hühnerei zu unterscheiden ist. Im Studium seien die Anwendungsbereiche für den 3D-Druck in Forschung und Lehre sehr vielseitig. „Wir nutzen 3D-Drucker vor allem für die Materialcharakterisierung, aber auch für Prototypen und verschiedene Ersatzteile“, sagt Wetekam. Zahnräder und Industrieketten hat er zum Beispiel schon gedruckt. Für das Ei wurde Kunststoff-Granulat eingeschmolzen und in der gewünschten Form auf die Ablage gedruckt. Ganze 20 Stunden hat es gedauert, bis das Ei fertig war. „Wir können Kunststoffe, aber auch Metalle und Silikone verdrucken. Nahezu jedes Labor hat eigene 3D-Drucker“, sagt der Student.

Hofmann und Wetekam haben das Ei in Naturfarben drucken lassen. Die gelblich-weiße Kunststoff-Schale müssen die beiden jetzt noch bemalen – und dann fällt das 3D-Ei neben den echten Ostereiern im Nest am Ostersonntag gar nicht mehr auf. (Anna Weyh)

Das Ostervideo gibt es auf der Website unter uni-kassel.de/maschinenbau und bei Instagram auf fb15_maschinenbau_kassel

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