Fällt das Overmeyer-Gebäude noch vor der documenta? Noch gibt es keine Genehmigung

Overmeyer-Gebäude: Abriss doch erst nach der documenta?

Noch ist Ruhe am Königsplatz: Hikmat Mohammadi von der Coffee Bar hofft, dass das während des Sommers so bleibt. Die Außenplätze vor seinem Café sind eine wichtige Einnahmequelle. Foto:  Puchta

Kassel. Noch schwebt keine Abrissbirne über dem ehemaligen Overmeyer-Gebäude am Königsplatz. Unklar ist derzeit, ob das Haus überhaupt noch vor Beginn der documenta abgerissen wird.

Der Ortsbeirat Mitte fordert jetzt vom Magistrat der Stadt detaillierte Angaben zum Abrisstermin sowie zum Bauablaufplan. Das beschloss das Gremium während seiner Sitzung am Mittwochabend. Ortsvorsteherin Petra Jahn (SPD) hatte zuvor darüber informiert, dass der ursprünglich für April angekündigte Abrisstermin offenbar vom Tisch sei. Eventuell verschiebe er sich auf Ende September, so sei die Auskunft der Stadt.

Das bestätigte am Donnerstag Heinz Spangenberg vom städtischen Planungsamt nicht: „Noch können wir dazu keine zeitliche Prognose abgeben.“ Klar sei nur, dass während der Weltausstellung auf dem Königsplatz keine Bauarbeiten erfolgen, so sei es mit dem Investor abgesprochen. Er selbst halte es für schwierig, einen Abriss noch vor dem Start der documenta am 9. Juni zu realisieren. Ein Abrissantrag liege zudem noch nicht vor, sagte Spangenberg.

Wie sich der Unmut in der Nachbarschaft äußert, lesen Sie in der Freitagsausgabe der HNA.

Der Besitzer der Immobilie, die Göttinger Grundinvest Kö, plant an dem Standort einen Neubau, in den die Handelskette Sport Scheck zieht. Bei der Bauleitung der Grundinvest Kö hieß es am Donnerstag, Terminabstimmungen zum Abriss würden laufen. Geschäftsführer Bernd Lemensiek war nicht erreichbar.

Von Monika Puchta

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