43-jähriger Tatverdächtiger sitzt in Wehlheider Gefängnis

Pädophilen-Netzwerk: Kasseler in U-Haft

JVA Kassel I, Wehlheiden, Gefängnis, Kassel
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In Haft: Der 43-Jährige sitzt derzeit in der Justizvollzugsanstalt in Wehlheiden. foto: Pia Malmus

Kassel/Münster – Die Ermittlungen gegen den 43-jährigen Mann aus Kassel, der verdächtigt wird, zu einem bundesweit agierenden Pädophilen-Netzwerk zu gehören, hat die Staatsanwaltschaft Kassel von der Polizei in Münster übernommen.

Das teilte Andreas Thöne, Sprecher der Staatsanwaltschaft Kassel, auf Anfrage mit. Gegen den 43-jährigen, der verdächtigt wird, seinen zwölfjährigen Neffen missbraucht und sich dabei gefilmt zu haben, werde wegen sexuellen Missbrauchs ermittelt. Am Freitag, 29. Mai, sei die Wohnung des Mannes in Kassel durchsucht worden, so Thöne.

Dabei sei eine Vielzahl von Datenträgern, darunter auch das Handy des Mannes, sichergestellt worden. Am selben Tag sei Haftbefehl gegen den 43-Jährigen erlassen worden. Seitdem sitze er in Untersuchungshaft in der JVA Kassel I in Wehlheiden. Kopf des Pädophilen-Netzwerks soll ein 27-jähriger IT-Techniker aus Münster sein. Neben ihm gibt es zehn weitere Beschuldigte. Es soll mindestens drei Opfer geben: Neben dem Zwölfjährigen sollen auch noch Jungen im Alter von fünf und zehn Jahren missbraucht worden sein. Die Kinder wurden inzwischen in die Obhut des Jugendamtes gegeben.

Ulrike Gote, die Kasseler Dezernentin für Jugend, Frauen, Gesundheit und Bildung, sagte am Montag, dass sie erst am Wochenende aus den Medien erfahren habe, dass „dieses Verbrechen zum Teil in Kassel“ stattgefunden habe beziehungsweise ein Verdächtiger aus Kassel komme. Auf den konkreten Fall ging Gote nicht ein.

Sie sagte nur, dass die Mitarbeiter im Jugendamt täglich mit Fällen sexueller Gewalt zu tun hätten. Sobald das Jugendamt einen Hinweis bekomme, werde das Kind sofort in Augenschein genommen. „Das Wohl des Kindes steht an erster Stelle“, so Gote.

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