Cornelia und Ralph Klement haben einen kleinen Stadtgarten geschaffen

Serie „schöne Gärten“: Ein Paradies auf engem Raum

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Grüne Oase hinterm Haus: Cornelia und Ralph Klement lieben ihren kleinen Garten am Hang.

Kassel. Hanglage, Nordseite und hohe Bäume auf dem Nachbargrundstück, die für lange Schatten und wenig Sonne sorgen: Trotz dieser schwierigen Bedingungen haben Cornelia und Ralph Klement ein kleines Paradies geschaffen.

In ihrem nur 150 Quadratmeter großen Garten im Kasseler Auefeld wachsen Buchen und ein Apfelbaum, in einem kleinen Teich gedeihen Seerosen und Schilf. Molche haben sich dort angesiedelt, Libellen ihre Larven abgelegt.

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Den Hang hat das Ehepaar in einen grünen Steingarten verwandelt. Funkien, Fettgewächse und Frauenmantel wachsen dort. Zwischen Basaltsteinen sprießen Farn, Maigrün und Christrosen. An der mit Holz verkleideten Hauswand ranken Clematis, Glyzinie und Kletterhortensie empor, in großen Pflanzkübeln und Blumentöpfen gedeihen Rosen, Schmucklilien, Schwarzäugige Susanne, Oleander, Mandarine, Kiwi und ein Feigenbaum.

Blütenpracht im Blumentopf: Auch auf der Terrasse blüht und grünt es.

Die grüne Pracht ist dem Ehepaar, das vor 15 Jahren im Auefeld gebaut hat, nicht in den Schoß gefallen. „Am Anfang waren wir blauäugig“, sagt Cornelia Klement. „Wir haben nur solche Pflanzen ausgesucht, die uns gefallen haben“, erzählt ihr Mann (57), der sich zuerst um den Garten kümmerte. Nach und nach haben die Grundschullehrerin und der Architekt herausgefunden, welche Gewächse sich für den schweren und steinigen Boden eignen und mit wenig Sonne auskommen. Fachkundige Hilfe haben sie nicht in Anspruch genommen.

„Wir haben ausprobiert“, sagt Cornelia Klement. Ihre Erfahrung: Man muss Geduld haben, dann wird man auch belohnt. „Im dritten Jahr ist alles richtig explodiert.“ Die Pflanzen bräuchten Zeit, um sich zu entwickeln. „Man muss sich von dem Gedanken lösen, sofort einen perfekten Garten zu haben“, sagt sie.

Bilder des Gartens

Serie „schöne Gärten“: Ein Paradies auf engem Raum

Zweimal im Jahr, im Frühjahr und im Herbst, stehen bei den Klements größere Arbeiten im Garten an, der Rest wird nach Bedarf erledigt. Auf Dünger verzichten sie völlig. Auch gießen müssen sie auf der Nordseite nicht sehr oft, Schädlinge gibt es kaum. Dafür sorgen auch Igel, die sich in dem Hausgarten wohlfühlen. Tiere sind willkommen: Im Apfelbaum hängt ein Vogelhäuschen.

Wegen der Hanglage ist die Gartenarbeit nicht ganz einfach. „Ich kraxle da immer hoch“, sagt die 55-Jährige. Die Pflege steht für sie aber nicht an erster Stelle. Der Garten soll vor allem ein Ort der Ruhe sein. „Für mich ist es wichtig, dass ich ganz oft hier sitzen, lesen und entspannen kann.“

Von Ellen Schwaab

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