Die Arbeit in Wilhelmshöhe geht weiter – Künftig fahren Elektrofahrzeuge

Der Park bleibt kostenlos

Freudenfontäne im Bergpark: Vor der eigens in Betrieb genommenen Wasserkunst-Kulisse stellten sich Oberbürgermeister Bertram Hilgen (links), Hessens Kulturministerin Eva Kühne-Hörmann und MHK-Direktor Bernd Küster der Presse. Foto: Koch

Kassel. Noch befinden sich die Verantwortlichen für den zum Weltkulturerbe erklärten Bergpark Wilhelmshöhe im Feiermodus. Doch gleichzeitig stellt sich die Frage, wie es nun weitergeht mit dem Kasseler Kleinod.

Die wichtigste Botschaft verkündete Prof. Bernd Küster, der Direktor der Museumslandschaft Hessen Kassel, gestern vor der Presse: „Der Bergpark ist und bleibt ein offener Park, ein Park für die Bürger.“ Er wird nicht umzäunt werden, und er wird auch künftig keinen Eintritt kosten. Dennoch wird der Park weiterentwickelt werden. „Eine Welterbestätte ist nie fertig“, sagte Hessens Kulturministerin Eva Kühne-Hörmann.

Folgende Schritte stehen an: • Nachhaltiger Bergpark: Unter diesem Stichwort solle der Verkehr innerhalb des Parks neu geregelt werden. Besucher mit eingeschränkter Mobilität sollen mit Elektrofahrzeugen transportiert werden. Auch die Servicefahrzeuge, etwa zum Müllabtransport, sollen in Zukunft elektrisch betrieben werden. • Internationale Ausrichtung: Ein neues Leitsystem soll nach den Worten Küsters im Park installiert werden, das auch auf Englisch Orientierung bietet. Mit ihm will man sich auf einen vermehrten internationalen Tourismus einstellen. • Infozentrum zum Welterbe: Das Besucherzentrum am Parkeingang soll zum Informationszentrum für das Welterbe werden, in dem Touristen über Besonderheiten des Bergparks Auskunft erhalten. • Parkpflege: „Wir werden bemüht sein, die Pflegequalität des Bergparks noch zu steigern“, sagte Küster. Dies werde besonders dann notwendig sein, wenn mehr Gäste den Park besuchen. Dazu werde man zusätzliches Personal benötigen. • Jugendbauhütte: Bei diesem Projekt sollen ab September vier bis fünf Jugendliche während eines sozialen Jahres im Park arbeiten und sich besonders um die Wiedergewinnung des Neuen Wasserfalls nahe der Tulpenallee kümmern. Er soll wieder ins Parkensemble integriert werden.

Küster verglich die Situation nach der Auszeichnung mit dem Welterbetitel mit einer Geburt: Nach der langen Vorbereitungszeit und dem Geburtsschmerz herrsche jetzt pure Freude. Gleichzeitig lebe man nun in dem Bewusstsein, dass man ab heute eine Verantwortung trage, die man nie wieder los wird.

Von Werner Fritsch

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