Neue Tarife, neue Regeln

Parkgebühren aufgeschlüsselt: Wo es in Kassel teurer wird

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Die Parkzonen in Kassels Innenstadt.

Kassel. Gestern Abend hat Stadtbaurat Christof Nolda die neue Parkgebührenordnung für die Stadt Kassel erstmals bei einer öffentlichen Bürgerinformation vorgestellt.

In den kommenden Monaten wird das Konzept in den Ortsbeiräten, Ausschüssen und der Stadtverordnetenversammlung debattiert. Nolda geht davon aus, dass die Umsetzungsphase für die neue Gebührenordnung im April beginnt. Ab Sommer 2014 sind dann vermutlich die neuen Parkgebühren fällig. Wir stellen die wichtigsten Änderungen vor:


•  Im Schnitt werden die Tarife um 66 Prozent steigen. Zum Vergleich: Die Preise für die Busse und Bahnen des Nordhessischen Verkehrsverbundes seien im selben Zeitraum um rund 70 Prozent gestiegen, so Nolda.

•  Die Gebühren im Zentrum sind künftig im 15-Minuten-Takt differenziert und steigen dabei um jeweils 50 Cent. Künftig gibt es Parkscheine ab einer halben Stunde (für einen Euro) und dann im 15-Minuten-Takt. Alle Parkscheinautomaten nehmen demnächst auch alle Münzen, außer den 1-, 2- und 5-Cent-Münzen, an.

•  Für Autofahrer, die länger parken wollen, wird mit der Einführung eines Drei -Stunden-Parkscheins in der Parkgebührenzone II eine Verbesserung erreicht. Dort können Parkscheine im 30-Minuten-Takt bis zu zwei Stunden gekauft werden. Die halbe Stunde kostet 50 Cent, jede weitere halbe Stunde 50 Cent mehr. Parkscheine für drei, fünf und elf Stunden kosten vier, fünf beziehungsweise sieben Euro.

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•  Die Parkgebühren in den städtischen Parkhäusern und Tiefgaragen sind von dieser Regelung nicht betroffen. Neben dem Beitrag zur Konsolidierung des städtischen Haushaltes erhofft sich Nolda von der Neuregelung der Parkgebühren daher auch einen positiven Effekt auf die Verkehrsbelastung der Innenstadt. Für Lang- und Dauerparker wird es attraktiver, die Tiefgaragen und Parkhäuser oder öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen.

•  Die Zeiten, in denen Parkgebühren erhoben werden, werden an die Öffnungszeiten der Geschäfte angepasst. Künftig gelten für das Zentrum und die Parkgebührenzone II einheitliche Zeiten: Mo – Fr 9 bis 20 Uhr, Samstag 9 bis 20 Uhr. Ausnahmen: Willy-Brandt-Platz, Parkplatz Graf-Bernadotte-Platz, Parkplatz Leistersche Wiesen, Bertha-von-Suttner-Straße, Großveranstaltungen.

•  Auf dem Willy-Brandt-Platz gelten die Parkgebühren der PGZ Zentrum. Hier kann man bis zu einer Stunde parken. Auf dem Graf-Bernadotte-Platz kostet der Tagesparkschein fünf Euro. Drei Tage kosten zehn Euro, fünf Tage 15 Euro und 15 Tage (oder länger) kosten 20 Euro. In der Parkgebührenzone Bad Wilhelmshöhe gelten die Tarife der Parkgebührenzone Zentrum. Dort kann bis maximal zwei Stunden geparkt werden.

•  Der Parkplatz „Leistersche Wiesen“ (ca. 340 Plätze) am Platz der Deutschen Einheit wird gebührenpflichtig. Dort ist es dann möglich, für einen Euro einen Tagesparkschein zu ziehen. Maximal 30 Tage darf man dort parken.

•  Bei Großveranstaltungen (zum Beispiel Konzerten im Auestadion, Wasserspiele am Herkules) sollen die städtischen Parkplätze künftig bewirtschaftet werden können: Krafträder: 3 Euro / Tag; Pkw: 5 Euro / Tag; Kleinbusse / Wohnmobile: 7 Euro / Tag; Reisebusse, Kfz mit Anhänger: 12 Euro / Tag.

•  Laut Nolda wird die Änderung der Gebührenordnung einmalige Kosten verursachen: Umstellung der Automaten (90.000 Euro), Neubeschaffung von Automaten (20.000 Euro), Änderung der Beschilderung (75.000 Euro), Erweiterung der Gebührenzone (65.000 Euro). Laufende Kosten werden durch Handyparken (38.000 Euro) und durch das zusätzliche Geldzählen durch Mehreinnahmen (2000 Euro) verursacht. (use)

Weitere Infos unter www.stadt-kassel.de/index_start.html

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