Parkgebühr in Kassel: SMS-Angebot wird nicht ausgeweitet

Kassel. Den Parkschein bequem mit dem Handy bezahlen – das können Autofahrer in Kassel nur auf dem Karlsplatz. Die Stadt hat bis auf Weiteres auch nicht vor, das SMS-Parken auszuweiten. Dabei ist seit dem Start des Modellversuchs auf dem Karlsplatz im Jahr 2008 die Rede davon.

Wegen der höheren Kosten sei angesichts der angespannten Haushaltslage deshalb „nicht sehr wahrscheinlich“, dass das SMS-Parken ausgeweitet wird, sagt Steinbach. Die Stadt nimmt pro Jahr gut vier Mio. Euro durch Parkgebühren ein.

Die Betreiberfirma Sunhill Technologies zeigt sich auf Anfrage der HNA „verwundert über die Begründung, dass SMS-Parken wirtschaftlich nicht sinnvoll sein sollte“. Inzwischen habe man mit den Handy-Netzbetreibern günstigere Konditionen ausgehandelt, erläutert Geschäftsführer Christoph Schwarzmichel. Kassel habe noch einen alten Vertrag.

Der Anteil der Parkgebühren, der an den Mobilfunkanbieter abgeführt werden müsse, liege jetzt unterhalb dessen, was am Automaten an Kosten anfällt. Würde das SMS-Parken flächendeckend angeboten, steige erfahrungsgemäß auch die Akzeptanz. Derzeit werden auf dem Karlsplatz acht Prozent der Parktickets per Handy gelöst.

Auch die Einführung flexibler Parkgebühren hatte die Stadt Ende 2010 mit dem Argument, dass dies zu Einnahmeverlusten von bis zu 400.000 Euro führen würde, abgelehnt. Nach wie vor gibt also der Automat die Parkdauer vor, und der Autofahrer muss passend zahlen. Mit flexiblen Gebühren ist gemeint, dass die Parkzeit je nach eingeworfener Summe gutgeschrieben wird.

Rubriklistenbild: © dpa

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