Parkhaus am Garde-du-Corps-Platz fällt wegen Verschmutzung durch

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Sehr mangelhaft: Mit dieser Note bewerteten die Tester des ADAC das Parkhaus am Garde-du-Corps-Platz. Besonders kritisiert wurden enge Rampen und mangelnde Barrierefreiheit.

Kassel. Auf den Parkdecks der Dachterrasse erobert die Natur mit Flechten und Bodendeckern neue Lebensräume. Dieses Bild illustriert sehr gut den Gesamtzustand des vernachlässigten Parkhauses Garde-du-Corps-Platz.

„Dort spüren die Parkhauskunden sofort, dass sich nicht wirklich jemand um die Anlage kümmert.“ Das sagt ADAC-Verkehrsexperte Wolfgang Herda. Die Anlage landet auf Platz zehn des Tests, das Urteil des ADAC lautet: sehr mangelhaft. Hier die Stärken und Schwächen auf einen Blick:

Das ist gut:

• Das Parkhaus ist in das dynamische Parkleitsystem der Stadt integriert. Dort wird auch angezeigt, wie viele Plätze noch frei sind.

• Eine Frei / Besetzt-Anzeige ist vorhanden.

• Die Stellplätze im Parkhaus kommen ohne Stützen aus.

• Frauenstellplätze sind vorhanden.

• Die Hinweisschilder zum Kassenraum sind zielführend.

• Die Parktarife sind günstig und liegen unter dem ortsüblichen Schnitt.

Das ist nicht gut:

• Die Einfahrts- und Durchfahrtshöhe ist mit 1,80 Meter sehr niedrig.

• Es fehlen Pendelbalken zur Höhenkontrolle vor der Einfahrt.

• Die Parktarife und Öffnungszeiten sind an der Einfahrt vom Fahrzeug aus kaum zu lesen.

• Die Bordsteine sind mit 18 Zentimetern sehr hoch und nicht abgeschrägt.

• Der Zufahrtsbereich zur Einfahrt und den Rampen zwischen den Parkdecks ist eng.

• Es besteht Gegenverkehr mit Konfliktpunkten durch Kreuzungen in den Fahrgassen.

• Eine bargeldlose Zahlung ist nicht möglich.

• Die Stellplatznummerierung fehlt größtenteils.

• Die Stellplatzbreite ist mit 2,27 Meter sehr schmal.

• Stellplätze für Familien mit Kinderwagen und Behinderte sind nicht vorhanden.

• Das Parkhaus ist nicht behindertengerecht.

• Das Parkhaus war zum Zeitpunkt des Tests verschmutzt.

• Es gibt keine Videoüberwachung an wichtigen Punkten.

Das Fazit von ADAC-Tester Wolfgang Herda:

„Das Fahren im Parkhaus ist wegen der Enge der Rampen und Stellplätze sehr beschwerlich. Die Einrichtungen zur Verkehrssicherheit sind in den vergangenen Jahren vernachlässigt worden. Markierungen sind verblasst und kaum mehr wahrnehmbar, eine Fußgängerführung fehlt. Die Wegweisung hängt zwischen den Deckenträgern und ist von Weitem kaum zu erkennen. Auch wurde auf die Belange der Behinderten nicht einmal ansatzweise eingegangen.“ (joc)

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