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LWV baut an Kölnischer Straße Parkplätze statt Neubau

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Von: Bastian Ludwig

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Ursprünglich sollte hier ein Neubau entstehen: Nun baut der Landeswohlfahrtsverband an der Kölnischen Straße Parkplätze für seine Mitarbeiter. Im Hintergrund der Neubau von LWV und Vitos am Akazienweg.
Ursprünglich sollte hier ein Neubau entstehen: Nun baut der Landeswohlfahrtsverband an der Kölnischen Straße Parkplätze für seine Mitarbeiter. Im Hintergrund der Neubau von LWV und Vitos am Akazienweg. © Bastian Ludwig

Der Landeswohlfahrtsverband Hessen wollte an der Kölnischen Straße eigentlich einen Neubau errichten. Doch nun entstehen Parkplätze. Wir erklären, was dahinter steckt.

Kassel - Als im Jahr 2020 das neue Büro- und Archivgebäude am Akazienweg für den Landeswohlfahrtsverband Hessen (LWV) und dessen Tochtergesellschaft Vitos GmbH eröffnet wurde, sollte dies nur ein erster Bauabschnitt sein. Auf dem benachbarten Grundstück an der Kölnischen Straße 31 war ein weiteres Gebäude vorgesehen. Diese Pläne hat der LWV inzwischen verworfen und baut auf der Fläche nun stattdessen Parkplätze und Fahrradabstellplätze für seine Mitarbeiter.

Ursprünglich hatte es unterschiedliche Überlegungen für den zweiten Bauabschnitt gegeben. Von Büros war die Rede, aber auch von Wohnungen für die Klienten des begleitenden psychiatrischen Dienstes von Vitos Kurhessen. Von solchen Vorhaben hat man sich aber inzwischen verabschiedet. „Wir haben zum einen derzeit keinen Bedarf an weiteren Büroimmobilien. Durch Corona haben wir unsere Homeoffice-Lösungen deutlich ausgeweitet, sodass zusätzliche Büroflächen nicht benötigt werden“, so LWV-Sprecherin Elke Bockhorst.

Zudem habe sich eine Bebauung des Grundstücks an der Kölnischen Straße als „unwirtschaftlich“ herausgestellt. Die Vorgaben des Bebauungsplanes zur zulässigen Geschosszahl und die benötigten Parkplätze auf der anderen Seite hätten sich unter wirtschaftlichen Überlegungen nicht unter einen Hut bringen lassen. Der LWV sei wegen der Verbandsumlage, die die Landkreise und kreisfreien Städte zahlen, angehalten, die Finanzen im Blick zu behalten. Deshalb sei die Entscheidung gefallen, nun Stellplätze für Autos und Fahrräder zu schaffen. Diese habe es zuvor auch schon auf einer Schotterfläche gegeben, auf der der Neubau am Akazienweg gebaut wurde. „Es handelt sich also nur um eine Verschiebung der Parkplätze. Nun wollten wir es aber gleich vernünftig machen“, so Bockhorst. Offen sei, ob das Grundstück zu einem späteren Zeitpunkt bebaut werde. (Bastian Ludwig)

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