Mehr Stellplätze am Welterbe

Parkplatz am Kasseler Bergpark wird umgebaut

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Bei dem schönen Winterwetter gut genutzt: Der vordere Teil des Parkplatzes an der Ochsenallee steht weiter zur Verfügung. Im hinteren Bereich beginnen nächste Woche die Umbauarbeiten.

Kassel. In den nächsten Tagen beginnt der Umbau des Parkplatzes unterhalb des Bergparks an der Ochsenallee. Bis April 2018 sollen hier weitere Stellplätze entstehen. 

Der hintere Teil des Besucherparkplatzes an der Ochsenallee ist bereits abgesperrt. Dort untersuchen Fachleute des Kampfmittelräumdienstes den Untergrund. Wie auch an anderen Stellen des Bergparks könnten hier noch Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg liegen. Auf einer Teilfläche, die bereits freigegeben ist, beginnen in der kommenden Woche die Arbeiten für die Umgestaltung des größten Besucherparkplatzes in der Nähe von Schloss Wilhelmshöhe.

Bisher ist das eine teils gepflasterte, teils geschotterte Fläche ohne klare Abgrenzung und markierte Parkbuchten. Deshalb geht die Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK) als Bauherr davon aus, dass hier nach dem Umbau mehr Autos abgestellt werden können als bisher. „Die Fläche bleibt gleich, es wird nichts zurückgebaut“, sagt MHK-Direktor Prof. Bernd Küster.

Bisher konnten auf dem Parkplatz nach Zählungen der MHK etwa 350 Autos abgestellt werden. Das hing auch davon ab, wie geschickt die Parkplatzeinweiser an Wasserspieltagen waren. Nach dem Umbau sollen 420 markierte Parkplätze zur Verfügung stehen. Hinzu kommen acht Parkplätze für Busse.

Suche nach Blindgängern: Der Kampfmittelräumdienst sondiert das Gelände.

Nach Angaben von MHK-Sprecherin Lena Pralle wird der Parkplatz während der gesamten Bauzeit nie komplett gesperrt und deshalb zumindest teilweise nutzbar sein. Einschränkungen wird es zunächst im hinteren Teil des Parkplatzes geben. Erst ab dem Frühjahr soll der vordere Bereich mit einbezogen werden.

Darüber hinaus können Bergparkbesucher wie gewohnt den oberhalb gelegenen Brandt-Stoph-Parkplatz nutzen. Der wird nach Angaben der MHK auch nach den Umbauarbeiten als Bedarfsparkplatz nutzbar sein.

Bis Ende April 2018 dauern die Arbeiten voraussichtlich. Rechtzeitig vor dem Beginn der Wasserspielsaison sollen sie abgeschlossen sein. Das ist dann auch der Schlusspunkt für das Großprojekt der Umgestaltung an der Tulpenallee. Neben der Bodenuntersuchung kostet insbesondere der Kanalbau auf dem Parkplatz viel Geld. Insgesamt stehen drei Millionen Euro zur Verfügung.

Gebaut wird unter anderem ein unterirdisches Rohrsystem, damit das Wasser kontrolliert abgeleitet werden kann. Eine Leitung entlang der Ochsenallee soll den Wasserabfluss in den neuen Wasserfall-Graben ermöglichen. Die Museumslandschaft Hessen bereitet zudem den Neubau eines Gartenbetriebshofes vor. Dafür werden Strom- und Wasseranschlüsse verlegt.

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