Arbeiten bis Juli

Parkplatz am Rathaus wird für 250.000 Euro neu gestaltet

Große Pläne: Bauleiter Karl-Josef Staufenbiel (links) und Matthias Kimmel vom Kasseler Büro Mann Landschaftsarchitekten schauen sich den Fortgang der Arbeiten im Rathausinnenhof an. Foto: Herzog

Kassel. Seit vier Wochen wird auch im Innenhof des Rathauses gebaut. Der Hof, der vor allem als Parkplatz genutzt wird, soll neu gestaltet werden. 250.000 Euro lässt sich die Stadt die Schönheitskur kosten.

Weitere 70.000 Euro waren nötig, um vorab die Gebäudeflanken trockenzulegen und den Kanal zu sanieren. Mit der Neugestaltung wurde das Büro des Kasseler Landschaftsarchitekten Tobias Mann betraut, nach dessen Plänen auch der Scheidemann-Platz und der Lyceumsplatz an der Wolfsschlucht gestaltet wurden.

Barrierefreiheit als Ziel

In der Vergangenheit ist dem Hof kaum Beachtung geschenkt worden. Das soll sich nun ändern. Ruhig und harmonisch und vor allem barrierefrei - so soll sich die Fläche zwischen dem alten Rathaus von 1909 und den Neubauten ab der frühen Nachkriegszeit präsentieren. Dazu wurde das historische Pflaster in Absprache mit der Denkmalpflege am alten Hauptgebäude wiederhergestellt. „Zum Teil lag das noch“, sagt Mann. Vor den Neubauten aus den 50er-, 70er- und 90er-Jahren wird neues Pflaster aus anthrazitfarbenen Betonplatten verlegt, in das ein Leitstreifen für Blinde eingebettet ist.

Die einzelnen Teile des Hofes sollen gestalterisch miteinander verschmelzen. Das gilt auch für den Bereich um das Pförtnerhäuschen, der ebenfalls aufgeräumt wird. Wo das historische Pflaster und der neue Belag aufeinander treffen, wird eine Eibenhecke gepflanzt, die einen wellenförmigen Schnitt erhält und sich wie ein weiches Band über den Hof ziehen soll.

Leuchten werden die Hecke sowie alte und neu gepflanzte Platanen ins rechte Licht rücken und für Atmosphäre sorgen. „Der Hof ist viel zu schade für Autos“, sagt der Landschaftsarchitekt. Er soll künftig in Teilen auch für Feste genutzt werden können, aber auch für die Gastronomie im Rathaus und den Flohmarkt in der Wilhelmsstraße.

Allerdings wird der Innenhof-Parkplatz bleiben, wenn auch mit einigen Stellplätzen weniger. Statt 109 werden es nach dem kompletten Umbau, der in zwei Bauabschnitte aufgeteilt werden soll, nur noch 81 Stellplätze sein. Der dadurch gewonnene Platz werde auch den Rettungskräften und der Feuerwehr zugutekommen, sagt Landschaftsarchitekt Mann. Wann der zweite Bauabschnitt kommt und was er kostet, steht noch nicht fest.

„Alle Arbeiten waren längst überfällig, wurden aber häufig in der Vergangenheit wegen der finanziellen Situation der Stadt geschoben“, sagt Magistratssprecher Hans-Jürgen Schweinsberg. Es gehe nicht um Luxussanierungen, sondern um notwendige Arbeiten, die dem Gebäudeerhalt dienten.

Von Ellen Schwaab

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