Parksünder, Lärm und Dreck

Wingas-Baustelle: Ortsbeirat Mitte fordert schärfere Kontrollen

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Durchfahrt verboten: Autofahrer sollten an der Baustelle von Wingas (rechts) nach Ansicht des Ortsbeirats stärker kontrolliert werden. Außerdem fehle ein Anlieger-frei-Schild.

Kassel. An der Baustelle der Firma Wingas, auf dem ehemaligen Karl&Co.-Gelände läuft anscheinend nicht alles rund: Diesen Eindruck haben zumindest die Mitglieder des Ortsbeirats Mitte während einer Besichtigung vor Ort gewonnen. Teilweise herrschten auf der Karthäuserstraße chaotische Zustände.

Das Gremium hat die Stadt aufgefordert, den Bereich für Autofahrer besser zu beschildern und etwas gegen Lärm und Schmutz in unmittelbarer Nachbarschaft der Baustelle zu unternehmen.

Das Durchfahrtverbot zwischen Jordanstraße und Königstor werde häufig von Autofahrern ignoriert, Verkehrsschilder und Absperrbaken würden verschoben, um einen Parkplatz zu ergattern, sagte Ortsvorsteher Christian Schnittker (parteilos) während der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats. Außerdem hätten sich Bürger massiv über den Baulärm beschwert und Mietminderung angekündigt. „Der Dreck ist ein riesengroßes Problem“, erklärte der Ortsvorsteher. Es gehe um zugestaubte Fenster und verschmutzte Hausfassaden. Autos müssten ständig in die Waschstraße.

Handlungsbedarf sieht der Ortsbeirat auch auf einer Reihe von Parkplätzen an der Friedrich-Ebert-Straße. Das baustellenbedingt eingeführte Schrägparken vor den Ladenzeilen führe inzwischen dazu, dass vor allem große Autos bis vor die Schaufenster der Geschäfte vorfahren, sagte Schnittker: „Da kommt dann kein Kinderwagen mehr durch.“ Das Gremium verlangt von der Stadt, durch geeignete Absperrungen dafür zu sorgen, dass die Gehwege frei bleiben.

Mit dem bevorstehenden Beginn der weiteren Sanierung der Friedrich-Ebert-Straße und der damit einhergehenden Sperrung von Straßen rechnet der Ortsbeirat mit einer Verschärfung der Verkehrssituation. Er forderte die Stadt auf, das Durchfahrtverbot an der Einmündung der Kreuzung Ständeplatz und die Abbiegemöglichkeiten eindeutig auszuschildern, damit es nicht zu gefährlichen Situationen kommt.

Wendeplatz für Busse

Einstimmig sprach sich der Ortsbeirat dafür aus, am geplanten neuen Standort des Fraunhofer-IWES-Instituts am ehemaligen Verladebahnhof an der Schillerstraße eine Wendemöglichkeit für Busse und einen Pausenraum für Busfahrer zu schaffen.

Letzterer könne beispielsweise im alten Stellwerk der Bahn geschaffen werden. Mit der Aufwertung des Schillerviertels werde sich die Bushaltestelle am Kulturbahnhof zu einem wichtigen Umsteigeknotenpunkt entwickeln, meinte Schnittker. (pdi)

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