Zukünftige Nutzung der Immobilie unklar

Mode-Riese schließt Filiale in Kassel: Peek & Cloppenburg kündigt Mietvertrag

Umbau für 29 Millionen: Die Peek & Cloppenburg-Filiale in Kassel wurde 2012 eröffnet.
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Umbau für 29 Millionen: Die Peek & Cloppenburg-Filiale in Kassel wurde 2012 eröffnet.

Die Modekette Peek & Cloppenburg hat ihren Mietvertrag für die Immobilie am Königsplatz in Kassel gekündigt. Die Filiale in der Innenstadt schließt noch in diesem Jahr. 

Kassel - Das beliebte Modehaus Peek & Cloppenburg wird seine Räumlichkeiten am Kasseler Königsplatz verlassen. Man habe trotz intensiver Verhandlungen mit dem Vermieter letztlich keine Einigung über wirtschaftlich tragfähige Konditionen erzielt, sagte eine Sprecherin des Unternehmens auf Anfrage.

Sollte sich innerstädtisch eine besser geeignete Fläche in 1-a-Lage finden, schließe man allerdings einen Verbleib in Kassel nicht aus, heißt es. Weitere Fragen, auch was die Zukunft der Mitarbeiter angeht, wenn sich keine alternative Verkaufsfläche finde, werde man zum jetzigen Zeitpunkt nicht beantworten.

Peek & Cloppenburg verlässt Kassel: Zur Eröffnung wurden circa 100 Menschen beschäftigt

Zur Eröffnung 2012 hatten in der Filiale von Peek & Cloppenburg in Kassel mehr als 100 Mitarbeiter in Voll- und Teilzeit gearbeitet. Wie viele es jetzt nach der durch Corona bedingten Schließung noch sind, dazu war am Freitag (04.06.2021) keine Auskunft zu bekommen. Weiter wachsen will die Unternehmensgruppe in Zukunft insbesondere in Osteuropa und dem Baltikum. Dort wie auch in der Schweiz sucht der Textilhändler derzeit nach neuen Verkaufshäusern in Bestlage, heißt es in einer Mitteilung.

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Der Vermieter, die Warburg-HIH Invest Real Estate, wollte sich zur aktuellen Entwicklung und zu einer zukünftigen Nutzung des imposanten Gebäudes nicht äußern. Peek & Cloppenburg hatte seit der Eröffnung 2012 mit einer Verkaufsfläche von 7000 Quadratmetern auf vier Etagen das gesamte Gebäude in Kassel belegt.

Peek & Cloppenburg verlässt Kassel: Gebäude war zuvor für 29 Millionen umgebaut worden

Das 1923 erbaute Henschelhaus war zuvor für 29 Millionen umgebaut worden. Ursprünglich sollte das Modehaus Peek & Cloppenburg in Kassel bereits 2011 eröffnen, doch der schwierige Baugrund hatte zu einem zeitweiligen Baustopp und weiteren Verzögerungen geführt.

Bereits im Vorfeld hatte es Proteste gegeben, weil das historische Henschelhaus abgerissen wurde. Es gehörte zu den wenigen historischen Gebäuden in der Innenstadt von Kassel, die nicht im Krieg zerstört wurden. Der Kompromiss: Die Schmuckelemente aus Stuck, die vor dem Abriss von der Rokokofassade genommen worden waren, sind am Neubau originalgetreu rekonstruiert worden.

(Kathrin Meyer)

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