Schifffahrtsamt gibt vorerst Entwarnung – Erneut Regen an Silvester

Hochwasser rund um Kassel: Die Pegel sinken wieder

Kassel. Die Hochwasserlage an der Fulda entspannt sich langsam. Das teilte das Wasser- und Schifffahrtsamt in Hann. Münden am Donnerstagmittag mit. Bundesweit rechnen Experten erst wieder an Silvester mit steigenden Pegeln.

Laut Hessischem Landesamt für Umwelt und Geologie hatte sich während der Feiertage der Wasserstand deutlich erhöht: An der Messstelle Grebenau im Schwalm-Eder-Kreis war er durch die andauernden Regenfälle von 200 Zentimeter auf über 320 Zentimeter angewachsen.

Dies gilt bereits als Hochwasser der ersten von drei Meldestufen. An der nächsten Messstelle in Guntershausen war die Lage entspannter: Die Pegelstände lagen unter 300 Zentimetern.

Schmelzwasser und Regen

Von einem extremen Hochwasser ist man damit weit entfernt: 1995 lag der Wasserstand in Guntershausen beispielsweise bei 507 Zentimetern. Trotzdem gab es während der vergangenen Feiertage vereinzelt Überschwemmungen entlang der Fulda, in Bad Hersfeld wurde sogar die zweite von drei Hochwasser-Meldestufen ausgelöst. In Kassel kam es nicht zu Überschwemmungen.

Nach Einschätzung des zuständigen Wasser- und Schifffahrtsamtes in Hann. Münden beruhigt sich die Lage. Die Pegel würden noch in einigen Bereichen leicht steigen, weil noch Schmelzwasser in die Flüsse fließe.

Grundsätzlich sinke der Wasserstand in der Fulda aber wieder. Man erwarte in der Nacht zu Freitag noch mal Regen, der Pegel werde sich jedoch nicht wesentlich erhöhen.

Das Amt betont jedoch auch, dass man eine zuverlässige Prognose nur für die nächsten drei Tage abgeben könne. Alles andere sei Spekulation.

Der Wetterdienst sagt für den Jahreswechsel erneut Regen voraus. In Köln und Düsseldorf stellt man sich bereits auf größere Überschwemmungen ein. (gör)

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