Regionaldechant wird in Bayern beigesetzt

Pfarrer Diedrich starb 74-jährig

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Monsignore Albert Diedrich.

Kassel. Monsignore Albert Diedrich, Regionaldechant und langjähriger Gemeindepfarrer der katholischen Gemeinden St. Bonifatius und Fatima ist am Dienstag, 1. November, im Alter von 74 Jahren gestorben. Er erlag einem Krebsleiden.

„Mit Monsignore Diedrich verlieren wir einen hoch geschätzten Seelsorger von großer Schaffenskraft und Energie“, sagt Peter Kracheletz, der lange Diakon in St. Bonifatius war. Mit ganzer Kraft habe sich Diedrich für die Ärmsten der Armen eingesetzt.

Zwölf Jahre lang, war Diedrich Regionaldechant für den nördlichen Teil des Bistums Fulda und damit Vertreter der Dekanate Kassel, Hofgeismar, Eschwege und Fritzlar mit über 115 000 Katholiken.

Diedrich, 1936 in Heringen geboren, war im Juli 1965 in Fulda zum Priester geweiht worden. Der Geistliche, der außerdem Geschichte auf Lehramt studiert hatte, war lange im Bereich Schule und Jugendarbeit tätig. 1977 verließ er das Kasseler Wilhelmsgymnasium als Oberstudienrat. Danach trat er eine Pfarrstelle in Stadtallendorf an und wechselte schließlich an die Kirche St. Bonifatius in Kassel. Ab 1993 war Diedrich als Pfarrer der Gemeinde Maria Königin des Friedens in Wilhelmshöhe, der Fatima-Gemeinde, tätig.

Zu seinem großen Lebenswerk zählt 1985 die Gründung des indischen Kinderdorfs St. Boniface Anbaham, dessen Freundeskreis er lange anführte. Mehr als 2500 indischen Waisen wurde seitdem zu einer Ausbildung und einer besseren Zukunft verholfen

2004 hatte das Auslandsreferat der deutschen Bischofskonferenz Diedrich als Auslandsseelsorger nach Indien berufen. Doch die Arbeit auf dem asiatischen Subkontinent fiel dem gesundheitlich angeschlagenen Diedrich zunehmend schwer. Er kehrte nach Deutschland zurück, wo er zuletzt im bayerischen Frasdorf bei Rosenheim als Pfarrer seelsorgerisch arbeitete. Dort starb er und dort wird am 5. November beigesetzt. Papst Johannes Paul II. hatte ihm 1991 den Titel „Monsignore“ verliehen.

Ein Requiem für Diedrich gibt es am Freitag, 11. November, 19 Uhr in der Kirche St. Bonifatius, Weserspitze. (chr)

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