Pfeffermann: Staatsanwältin fordert ein Jahr und zehn Monate Haft auf Bewährung

Kassel. Im Prozess gegen den früheren SPD-Bundestagskandidaten Rainer Pfeffermann hat Oberstaatsanwältin Andrea Boesken am Donnerstagvormittag vor dem Kasseler Landgericht eine Freiheitsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten für den Angeklagten gefordert. Die Haftstrafe solle zur Bewährung ausgesetzt werden.

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Pfeffermann wird die sexuelle Nötigung zweier Frauen vorgeworfen. Die Oberstaatsanwältin hat außerdem gefordert, Pfeffermann solle den beiden Frauen eineinhalb Jahre lang jeweils 200 Euro pro Monat zahlen.

Die Vorwürfe gegen den SPD-Kandidaten waren kurz vor der Bundestagswahl 2009 bekannt geworden. Eine Parteifreundin hatte Pfeffermann angezeigt. Einen Tag vor Ablauf der Bewerbungsfrist war die Kandidatur zurückgezogen worden.

Der Prozess dauert mittlerweile mehr als 20 Verhandlungstage an. Die Staatsanwältin sagte am Donnerstag in ihrem eineinhalbstündigen Plädoyer, sie habe keinen Zweifel an den Aussagen der Zeugen.

Am Donnerstag plädieren noch die Vertreter der Nebenklage sowie der Verteidiger von Rainer Pfeffermann. Das Urteil wird voraussichtlich am 2. März verkündet. (clm/hai)

Mehr zu den Plädoyers später auf www.hna.de sowie am Freitag in der gedruckten Ausgabe der HNA

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