Positive Entwicklung nach Belegungsstopp im Sommer

Holger Philippi ist neuer Leiter des Wohnstifts am Weinberg in Kassel

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Freut sich auf seine Aufgaben: Holger Philippi ist neuer Heimleiter des Pflegeheims Wohnstift am Weinberg. 

Seit September ist der 45-Jährige Holger Philippi aus Martinhagen in Schauenburg Leiter des Pflegeheims Wohnstift am Weinberg.

Der älteren Generation etwas zurückgeben, weil sie verantwortlich dafür ist, wie es uns heute geht - so versteht Holger Philippi seinen Beruf in der Pflege. „Älteren Menschen haben wir viel zu verdanken und man kann noch viel von ihnen lernen. Ich finde es toll, wenn Menschen sich in der Pflege engagieren“, sagt er. Seit September ist der 45-Jährige aus Martinhagen in Schauenburg Leiter des Pflegeheims Wohnstift am Weinberg, das 47 vollstationäre Pflegeplätze und mehr als 90 Wohnungen zählt und derzeit voll belegt ist.

Philippi folgt damit auf Heike de Lanier, die mehr als ein Jahr lang das Wohnstift leitete. Im April dieses Jahres verhängte die Betreuungs- und Pflegeaufsicht Kassel einen Belegungsstopp wegen Mängeln in der Versorgung und Hygiene sowie Defiziten in Organisation und Führung. Anfang Juli waren die Mängel beseitigt, der Aufnahmestopp wurde aufgehoben.

Dieses Kapitel gehört nun der Geschichte an, die Entwicklungen seien heute positiv, sagt Holger Philippi. Personaltechnisch habe man bereits mit zwei Pflegedienstleitungen, die und deren Einsatz er sehr schätze, nachgesteuert, sagt Philippi. Und mit der Aufsichtsbehörde sei man weiterhin im regen Austausch. „Unser Anspruch ist es, unseren Bewohnern Lebensqualität und Geborgenheit zu geben. Ihnen soll es hier gut gehen“, sagt er. Dass das auch mit Herausforderungen wie Gewinnung von Pflegepersonal verbunden ist, sei ihm bewusst. „Ich glaube, man geht damit am besten um, indem man dafür sorgt, dass Mitarbeiter zufrieden sind und gern zur Arbeit kommen. So kann man gutes Personal an sich binden.“

Auch die Krankheitsbilder würden in Zukunft anders aussehen, sagt Philippi. „Die Menschen werden noch älter, die Lebenserwartung ist bereits in den vergangenen 40 Jahren um zehn Prozent gestiegen. Mit einem höheren Alter können sie auch kränker werden. Das macht die Pflege aber interessanter.“

Die Aufgaben einer Heimleitung sind dem 45-Jährigen nicht neu: Mehr als sieben Jahre lang leitete Philippi den ambulanten Pflegedienst Diakoniestation Hofgeismar. Drei Jahre lang war er außerdem Pflegedienstleiter und stellvertretender Einrichtungsleiter des Waldeckschen Diakonissenhauses in Bad Arolsen.

Am Wohnstift am Weinberg in Kassel schätzt er die Vielfalt. „Hier gibt es stationäre und ambulante Pflegeplätze, betreutes Wohnen und einen Pflegedienst vereint in einem Haus“, sagt er. „Hier kommen die Bereiche zusammen, in denen ich schon tätig war.“ Seine Erfahrung als ausgebildeter Altenpfleger und Diplom Pflegewirt kommen ihm auch als Leiter weiterhin zugute. „So kann ich immer ganz dicht dran sein an den Menschen.“

Privat ist Philippi auch viel unter Menschen: Als stellvertretender Ortsvorsteher kümmert er sich um die Belange der Menschen in Martinhagen, bei der freiwilligen Feuerwehr ist er aktives Mitglied und im Amateurtheater steht er auch auf der Bühne. Philippi ist verheiratet und hat zwei Kinder.

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