Abrissarbeiten an der Ahna – Betonteile für neues Bauwerk werden im August aufgelegt

Brücke wird zu Bröseln

Nicht mehr zu retten: Die Stahl-Armierungen im Beton der Brücke zwischen Gahrenberg- und Bunsenstraße waren von Streusalz zerfressen. Spätestens im Oktober soll der Neubau stehen. Foto:  Schwarz

Philippinenhof / Warteberg. Stoß für Stoß treibt sich der hydraulische Meißelkopf des Baggers in den maroden Beton der Brücke, die von der Bunsenstraße über die Ahna zur Gahrenbergstraße führt und den Stadtteil Philippinenhof/ Warteberg erschließt. „Bis Dienstagabend wird die Platte weg sein“, sagt Baggerführer Benjamin Bayer.

Wenn der Schutt weggeräumt ist, soll bis spätestens Oktober eine neue Brücke gebaut werden. „Im Moment sieht es so aus, dass wir es vielleicht auch früher schaffen“, sagt Projektleiterin Peggy Handschug vom Straßenverkehrs- und Tiefbauamt.

Das dürften die Anlieger des Wohngebiets gern hören. Seit dem vergangenen Spätsommer müssen viele Autofahrer den Stadtteil auf Umwegen über den Philippinenhöfer Weg ansteuern. Mit Beginn der Sommerferien war die Brücke wegen der Abriss-Vorbereitungen dann auch für Fußgänger nicht mehr passierbar.

Ursprünglich wollte die Stadt nur die Fahrbahn der Gahrenbergstraße zwischen Bunsenstraße und Ahnabreite erneuern. Kurz nach Beginn der Arbeiten stellte sich dann heraus: Die eisernen Armierungen im Brückenbeton waren von eingedrungenem Streusalz stellenweise völlig zerfressen, sodass die Verkehrssicherheit des Bauwerks infrage stand und eine Sanierung als nicht mehr wirtschaftlich erachtet wurde.

Nach Aussage der Stadt wird der Brückenneubau 450 000 Euro kosten. Nach den Abrissarbeiten werden laut Projektleiterin Handschug neue Widerlager beidseits der Ahna betoniert, parallel dazu würden die Fertigteile für die künftige Brücke in einem Betonwerk hergestellt und „Mitte bis Ende August“ vor Ort in Position gebracht. Anschließend werde im Brückenbereich die eigentliche Fahrbahn hergestellt, was im weiteren Verlauf der Gahrenbergstraße schon zum größten Teil erledigt sei. Mit Fertigstellung der Brücke solle das gesamte Straßensanierungsprojekt abgeschlossen sein. Die Gahrenbergstraße wird dabei auf sechs Meter Fahrbahnbreite ausgebaut und erhält auch eine neue Straßenbeleuchtungsanlage.

Für die Dauer der Brückensperrung hatte sich der Ortsbeirat wiederholt eine provisorische Fußgängerpassage über die Ahna gewünscht. Dies scheitere weniger an Kosten als vielmehr an der Geländebeschaffenheit, erklärte die Projektleiterin: „Wir müssen auf beiden Seiten der Brückenbaustelle mit technischem Gerät arbeiten.“ Daher nütze ein hölzerner Steg zwischen Bunsenstraße und dem jenseitigen Fahrradweg nichts, da von dort kein Anschluss in Richtung Gahrenbergstraße sichergestellt werden könne.

Von Axel Schwarz

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