Wechsel im Ortsbeirat

Am Warteberg verwurzelt: Ortsvorsteher Max Bathon ist in seinem Stadtteil aufgewachsen

Diesen Schulhof kennt er: Maximilian Bathon (30, CDU) ist am Warteberg aufgewachsen und neuer Ortsvorsteher für den Stadtteil.
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Diesen Schulhof kennt er: Maximilian Bathon (30, CDU) ist am Warteberg aufgewachsen und neuer Ortsvorsteher für den Stadtteil.

Der neue Ortsvorsteher von Philippinenhof-Warteberg, Maximilian Bathon, weiß, worüber er spricht: Er hat als Kind selbst auf dem Schulhof der Grundschule gespielt, der nun saniert werden soll.

Philippinenhof-Warteberg - Er kennt das Naherholungsgebiet am Warteberg, das vom Neubau einer Bahntrasse bedroht ist. Und er weiß, was es heißt, als Radfahrer im flächenmäßig kleinsten Stadtteil zu leben. Der 30-Jährige ist neuer Ortsvorsteher von Philippinenhof-Warteberg, wo er aufgewachsen ist. Seit mehr als zehn Jahren ist Bathon für die CDU Mitglied im Ortsbeirat. Für ihn schließt sich nun ein Kreis seiner Familiengeschichte. Denn im Stadtteil ist der Name M. Bathon wohlbekannt: Maximilians Vater Michael war selbst lange kommunalpolitisch aktiv – als Ortsbeirat, als Ortvorsteher und als CDU-Stadtverordneter.

Wie der Vater, so der Sohn? „Mein Vater war schon immer ein großes Vorbild für mich, nicht nur in der Politik“, sagt Max Bathon. Vater und Sohn teilen sich nicht nur ihre Leidenschaft für Politik: Beide haben bei der Barmer Krankenversicherung gearbeitet. Der Sohn ist Teamleiter in der telefonischen Kundenbetreuung in Kassel, der Vater seit Anfang des Jahres im Ruhestand.

Max Bathon wurde am 30. Geburtstag seines Vaters in einer Bonner Spezialklinik geboren. Nach einer schwierigen Schwangerschaft kam der Junge ohne Hörsinn zur Welt. Bis heute braucht er Hörgeräte. Mit 18 wurde er bei einem Grillunfall schwer verletzt. Als er wenig später während eines Urlaubs in den USA ins Krankenhaus musste und dort nach einer Kreditkarte gefragt wurde, habe es „Klick“ gemacht: „Auf einmal rückte das Thema soziale Verantwortung in den Fokus“, sagt er rückblickend. Diese einschneidenden Erlebnisse prägten die ganze Familie. Eigentlich wollte der technikbegeisterte Bathon Maschinenbauer werden, entschied sich dann aber für eine Ausbildung zum Sozialversicherungsfachangestellten. In seiner Freizeit ist er begeisterter Segler, den leistungsorientierten Paartanz hat er vor einem Jahr aufgegeben.

Bathon wohnt mit seiner Frau und drei Katzen ein paar Straßen von seinem Elternhaus auf dem Warteberg entfernt. Von der Terrasse sieht man den Herkules. „Ich liebe es hier“, sagt er. Die geplante Kasseler Kurve mache ihm Sorgen. „Das wäre ein Einschnitt für die Bürger, die noch aufs grüne Feld schauen.“ Der Jungpolitiker, der auch in der Stavo sitzt, will die Menschen zusammenbringen, ein neues Ortszentrum schaffen: Familien, Migranten, Senioren, Jugendliche und Studenten sollen sich zuhause fühlen. „All diese verschiedenen Perspektiven sind wertvoll“, sagt er.

Auch im Ortsbeirat will er zusammenarbeiten, sich nicht an Parteigrenzen stören. „So geht Demokratie. Wir können hier unsere Zukunft unmittelbar gestalten“, sagt Bathon.

Von Gregory Dauber

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