Neue Ahna-Brücke zwischen Nordstadt und Philippinenhof passierbar

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Sorgten am Dienstag für den letzten Schliff vor der Brückenfreigabe: Burghard Heidel (links) und Filip Vilnsic von der Brückeninstandhaltung des städtischen Straßenverkehrs- und Tiefbauamts.

Philippinenhof-Warteberg. Nach gut einjähriger Pause rollen zwischen Bunsen- und Gahrenbergstraße wieder die Autos auf einer neu gebauten Brücke über die Ahna, und auch die Busse der KVG-Linie 28 sind dort wieder zum Warteberg unterwegs.

Es war eine richtige kleine Stadtteilparty, mit der die Straßenverbindung am Dienstagabend wieder für den Verkehr freigegeben wurde: Etwa 60 Anwohner waren dazu gekommen.

Auch die Gahrenbergstraße, die sich auf der Philippinenhöfer Seite an die Brücke anschließt, wurde inzwischen von Grund auf erneuert. „Die neue Straße ist wirklich schön geworden und wertet unseren Stadtteil auf“, sagte Ortsvorsteher Stefan Markl bei dem Festakt. Die Stadt hat abschnittsweise neue Gas-, Wasser- und Stromleitungen verlegt, die Fahrbahn verbreitert und neue Straßenlampen montiert.

Ungeplanter Neubau

Kurz nachdem diese Arbeiten im August vorigen Jahres begonnen hatten, stellte sich heraus: Die alte Brücke über die Ahna war durch Streusalzfraß so marode geworden, dass sich eine Sanierung nicht mehr lohnte und ein ungeplanter Neubau fällig wurde. Zwar hatten Fachleute die Brücke im Vorfeld untersucht, das ganze Ausmaß der Beschädigungen stellte sich aber erst heraus, nachdem die Straßenbauer die obere Fahrbahnschicht abgefräst hatten. Von den eisernen Armierungen im Brückenbeton war stellenweise kaum noch etwas übrig, sodass die Stabilität des Bauwerks in Frage stand.

Zehn Monate lang durfte die Brücke sicherheitshalber nur noch von Fußgängern passiert werden, Autofahrer und Busfahrgäste mussten Umwege in Kauf nehmen. Mit Beginn der diesjährigen Sommerferien verschwand dann das alte Brückenbauwerk Stück für Stück.

Ende August montierten Bauarbeiter dann über der Lücke zwischen Bunsen- und Gahrenbergstraße fünf vorgefertigte Spannbetonträger für die neue Brückenkonstruktion, die die Ahna auf 15 Metern Länge überspannt. Jedes der gewaltigen Teile bringt 17 Tonnen Gewicht auf die Waage; die Konstruktion ruht auf Bohrpfählen, die im Böschungsbereich zehn Meter tief in den Untergrund ragen.

In den vergangenen Wochen haben die Bauarbeiter den Asphalt für die Fahrbahndecke aufgebracht, die Brückengeländer montiert und auf der stadteinwärtigen Seite einen breiten Gehweg hergerichtet, den auch Radler benutzen dürfen. Damit sei eine bessere Anbindung an den Radweg entlang der Bunsenstraße geschaffen worden, sagte Stadtbaurat Christof Nolda. Nicht nur die Stadt, auch die Anlieger hätten in Form von Beiträgen in die erneuerte Gahrenbergstraße investiert, die „an Glanz gewonnen“ habe.

850.000 Euro hat dies insgesamt gekostet. Weitere 450.000 Euro musste die Stadt für die neue Brücke drauflegen.

Von Axel Schwarz

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