SMA: Röslers Sparpläne bei der Solarförderung werden Jobs kosten

Kassel. Erhebliche Einschnitte für den Solarmarkt befürchtet SMA-Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon mit Blick auf die geplanten Kürzungen der Solarförderung durch die Bundesregierung.

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„In wichtigen Bereichen werden ganze Produktsegmente wegbrechen, wenn die Sparvorschläge der Bundesregierung umgesetzt werden“, erklärte SMA-Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon vor weit über 1000 SMA-Mitarbeitern. Die Beschäftigten hatten sich zu einer Demonstration vor dem Hauptsitz des Solartechnikherstellers in Bettenhausen eingefunden.

50 Prozent des gesamten SMA-Umsatzes werde in Deutschland erzielt, erklärte Urbon. Werde die Solarförderung wie vorgesehen zurückgefahren, „wird vor allem der Markt für mittlere Solaranlagen einbrechen, weil dann ein wirtschaftlicher Betrieb nicht mehr gegeben ist“, so Urbon.

Fotos: Proteste bei Solartechnikhersteller SMA

Proteste bei Solartechnikhersteller SMA

Weitere Informationen über SMA finden Sie im Regiowiki.

Über zu erwartende Umsatzeinbußen beim SMA-Standort Kassel machte Urbon keine konkreten Angaben. Jedoch schloss Urbon Konsequenzen mit Blick auf die aktuelle Beschäftigungssituation bei SMA mit derzeit 5000 Beschäftigten in Kassel nicht aus. „Die Beschäftigungssituation lässt sich nicht von der Marktsituation abkoppeln“, sagte Urbon.

In jedem Fall würden bestehende Investitionspläne neu überdacht werden müssen. SMA hatte jüngst 250 Millionen Euro in Technik und den Standort Kassel investiert. (bon)

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