Bebauungsplan öffentlich

Pläne für Grimm-Museum: Architektenwettbewerb für Weinberg im September

Kassel. Ab Mitte September ist der Bebauungsplan für den Museumspark Weinberg für vier Wochen öffentlich einsehbar. Das städtische Amt für Bauaufsicht, Denkmalschutz und Stadtplanung bereitet derzeit laut Marie-Ann Rox von der Abteilung Stadtplanung die Offenlegung vor.

Anschließend können Einwände vorgebracht werden. Im Henschelgarten am Weinberg sollen das neue Brüder-Grimm-Museum der Stadt Kassel und das Tapetenmuseum des Landes Hessen entstehen. Parallel zur Vorbereitung der Offenlegung des Bebauungsplans geht der Architektenwettbewerb für das Grimm-Museum in die erste Phase. Ende der Woche wird das Interessen-Bekundungsverfahren europaweit eröffnet. Das sagt Hans-Joachim Neukäter, Leiter des Amts für Hochbau und Gebäudebewirtschaftung.

Etwa vier Wochen später beginnt das Auswahlverfahren, bei dem 18 bis 20 Architekten auserkoren werden. Unter diesen wird voraussichtlich Ende September / Anfang Oktober der Architektenwettbewerb ausgeschrieben. Mit einem Ergebnis rechnet Neukäter Ende des Jahres. Bei dem Konzept müssen die Architekten genaue Vorgaben berücksichtigen. Dazu gehören etwa Anzahl und Größe der Räume, technische Anforderungen und die Vorgaben, die der Bebauungsplan vorschreibt

Demnach ist für das Grimm-Museum eine maximale Gesamtfläche von 3700, für das Tapetenmuseum von 3000 Quadratmetern vorgesehen. Die mögliche Grundfläche für das Grimm-Museum, das ist der Bereich, in dem das Gebäude gebaut werden darf, lasse mit einer Fläche von 2210 Quadratmetern genügend Spielraum für die Ergebnisse des Wettbewerbs, sagt Rox. Gegenüber den ursprünglichen Planungen ist das Baufenster 8,5 Meter von der Weinbergstraße in den Park verlagert worden, um die erhaltenswerten Bäume in diesem Bereich zu schützen. Das Baufenster des Tapetenmuseums liegt fünf Meter von der Straße entfernt.

Maximal drei Geschosse

Die Höhe der Gebäude orientiert sich an den benachbarten Gebäuden, dem Museum für Sepulkralkultur und dem Elisabeth-Krankenhaus. Für beide Neubauten sind jeweils drei Geschosse möglich. Aufgrund der Hanglage wird das untere Geschoss bei beiden Gebäuden eine Art Tiefparterre sein. Auch die jetzigen Sichtachsen zwischen den geplanten Gebäuden hindurch Richtung Söhre sollen erhalten bleiben. Die Gesamtfläche des Weinbergs ist eingetragenes Gartendenkmal, die unterirdischen Eiskeller und Bunker sind Kulturdenkmäler. Daher darf laut Rox maximal vier Meter in die Tiefe gebaut werden, damit die Stollen nicht gefährdet werden.

Brüder-Grimm-Museum und Tapetenmuseum sind Teil der Museumsmeile, die sich von der Neuen Galerie an der Schönen Aussicht bis zum Hessischen Landesmuseum und der einstigen Grimm-Wohnung in der Torwache an der Wilhelmshöher Allee erstrecken soll.

Das Grimm-Museum soll etwa 18,2 Millionen Euro kosten. Noch fehlen der Stadt 2,5 Millionen Euro. DAS SAGT,  ARTIKEL UNTEN

Von Mirko Konrad

Rubriklistenbild: © HNA

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