Grimm-Museum: Kasseler Architekt gewinnt Wettbewerb

Der Sieger-Entwurf des Kasseler Architekten Tore Pape (Pool 2 Architekten).

Kassel. Für ihn war es ein Heimspiel: Der Kasseler Architekt Tore Pape (Pool 2 Architekten) hat den Architektenwettbewerb zum Neubau des Grimm-Museum auf dem Weinberg gewonnen.

Er hat ein würfelförmiges Gebäude aus Glas, Naturstein und Holz entworfen, das Blicke in die Landschaft ermöglicht. Die Jury würdigte vor allem die "ausgezeichnete Architektur". Der Entwurf werde den Anforderungen gerecht, das gefordete Raumvolumen werde elegant umgesetzt und der Park geschont. Ein Geschoss des viestöckigen Gebäudes verschwindet wegen der Hanglage fast völlig im Boden.

Pape (39) stammt aus Nordrhein-Westfalen. Er hat in Kassel Architektur studiert und sich 2008 mit einem eigenen Büro an der Querallee imVorderen Westen selbstständig gemacht.

Regiowiki-Eintrag zum Brüder-Grimm-Museum

Oberbürgermeister und Kulturdezernent Bertram Hilgen sprach bei der Präsentation am Donnerstag von einem überzeugenden Entwurf und betonte, der Weinberg sei der richtige Standort für die Grimm-Welt. Der Neubau soll 2014 fertig sein und ist mit 18,2 Millionen Euro kalkuliert. Ein Projektleiter Brüder Grimm soll die weitere Planung begleiten.

Fotos: Die Entwürfe und der zukünftige Standort

Grimm-Museum: Entwürfe für den Neubau

Dafür wird eine neue Stelle im Kulturamt geschaffen, die demnächst ausgeschrieben wird. Der Stelleninhaber soll bei entsprechender Eignung später die Leitung der Grimm-Welt übernehmen. Er sei sich mit dem Präsidenten der Brüder-Grimm-Gesellschaft einig, dass der bisherige Leiter Dr. Bernhard Lauer diese Position nicht weiter innehaben könne, sagte Hilgen. In der Vergangenheit war es wiederholt zu Konflikten zwischen Lauer und der Stadt gekommen. (els)

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