Bebauungsplan wird derzeit aufgestellt

Neues Wohnbauprojekt: Pläne für Reitstall-Areal

Bis 2010 stand hier der historische Reitstall: Auf dem Gelände an der Ihringshäuser Straße sollen Wohnhäuser entstehen. Ein entsprechendes Bauprojekt ist jetzt der Stadt vorgestellt worden. Foto: Fischer

Wesertor. Auf dem Gelände des ehemaligen Reitstalls an der Weserspitze sollen Wohnhäuser entstehen. Ein entsprechendes Bauprojekt wird derzeit erarbeitet.

Wie die Stadt mitteilt, liege ein Konzept des Grundstückeigentümers und eines Kaufinteressenten vor. Das Bauvorhaben sei mit dem Bebauungsplan, der derzeit aufgestellt wird, „gut vereinbar“.

Im Sommer 2010 war der denkmalgeschützte Reitstall an der Ihringshäuser Straße abgerissen worden . Zuvor waren zahlreiche Versuche, das Gebäude neu zu beleben, gescheitert. Weil der 1905 erbaute Reitstall instabil geworden war und auf die Straße zu stürzen drohte, mussten die Abrissbagger anrücken. Seitdem liegt die Fläche brach.

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Grundstückseigentümer Peter Schneider, der sich noch nicht zu seinen Plänen äußern will, hatte von der Stadt die Erlaubnis bekommen, 10.000 Quadratmeter des Areals zu bebauen. Vergangene Woche hat es nun ein Gespräch beim Amt für Stadtplanung gegeben, bei dem der Eigentümer und ein Kaufinteressent ihre Baupläne vorstellten.

Zahl der Wohnungen unklar

„Ein Bebauungsplan befinde sich gerade im Verfahren der Aufstellung“, sagt Stadtsprecher Ingo Happel-Emrich. Bei dem Gespräch im Rathaus seien „vollständiges Einvernehmen“ über die weitere Vorgehensweise und ein entsprechendes Bauplanverfahren erzielt worden. Wie viele Wohnungen auf dem Gelände entstehen sollen, dazu gibt es jedoch noch keine Informationen. Die Stadt hatte aber eine gewerbliche Nutzung des Areals ausgeschlossen. Dies hatten die Stadtverordneten in ihrer vergangenen Sitzung beschlossen.

Parallel zu dem jetzt im Rathaus vorgestellten Bauprojekt hatte ein Projektentwickler ein Konzept erarbeitet, das neben 50 Wohnungen auch Gewerbeflächen und ein Parkhaus vorsah. Dieses Vorhaben wird vom Eigentümer aber offenbar nicht mitgetragen. Zudem lässt die Stadt weiteres Gewerbe vor Ort nicht zu.

Der Ortsvorsteher des Wesertors, Gerhard Franz (SPD), zeigte sich erfreut, dass nun endlich etwas auf der brachliegenden Fläche passiere. „Ich würde mich freuen, wenn neben Wohnungen auch Arztpraxen entstehen würden. Daran fehlt es im Wesertor“, sagt Franz.

Von Bastian Ludwig

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