Standort Weinberg steht fest, vieles andere nicht

Grimms III: Pläne sollen jetzt diskutiert werden

Nur eine Zwischenlösung: Das Palais Bellevue. Foto: nh

Kassel. „Beim Grimm-Konzept für Kassel handelt es sich um einen Vorschlag, nicht um einen Beschluss.“ Mit diesen Worten hat Oberbürgermeister Bertram Hilgen gestern die Bedeutung des von dem Planungsbüro Themata (Potsdam) und Dr. Hermanns (Münster) erarbeiteten Konzepts klargestellt. Es sei allerdings „eine ausgezeichnete Grundlage für die weitere Diskussion“.

Diese Diskussion über die Frage „Ist dies der richtige Mix?“ solle nun in den politischen Gremien, in Institutionen und in der Bürgerschaft geführt werden. Dann sollen zügig die politischen Beschlüsse gefasst werden.

Doch nicht alle Punkte des Konzepts stehen zur Diskussion. Für alternativlos hält Hilgen den Standort Weinberg für das Grimm-Museum, nachdem Alternativen geprüft wurden: „Wir reden über ein neues Museum am Weinberg oder über keines.“ So habe die Untersuchung des Stollensystems im Weinberg ergeben, dass dieses als eigenständiges historisches Denkmal nicht für eine Museumsnutzung geeignet sei.

Offen ist, ob für das Grimm-Museum und das Tapetenmuseum auf dem Weinberg ein gemeinsamer Bau oder zwei getrennte Bauten errichtet werden sollen. Auch der genaue Standort des Baus oder beider Bauten ist offen, ebenso bauliche Fragen wie Geschosshöhe und Gestaltung.

Klärung soll eine gemeinsame Projektstudie von Stadt und Land bringen. Sie soll auch Vorschläge für die Verkehrserschließung und das Parkplatzangebot enthalten.

Die vorliegende Konzeptstudie sieht vor, mehr in die Ausstattung und weniger in die äußere Hülle zu investieren. Ein Billigbau sei aber nicht geplant, sagte Hilgen. Der Weinberg brauche eine stilistisch angemessene Qualitätsarchitektur. Man wolle aber keine spektakuläre und teure Signal-Architektur. „Das Geld muss in ein attraktives Angebot für viele Besucher fließen“, sonst sei der Einsatz der öffentlichen Mittel nicht gerechtfertigt.

Nach vergleichenden Berechnungen der Studie werden jährlich 125 000 Besucher für die Grimm-Welt auf dem Weinberg prognostiziert. Das entspricht einer Zahl von 400 Gästen pro Besuchstag. (w.f.)

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