Plan gegen Verkehrschaos: Altmarkt-Umbau wird mit Hafenbrücke-Arbeiten abgestimmt

Kassel. Autofahrer müssen sich in diesem Jahr auf Sperrungen und Umleitungen rund um den Altmarkt einstellen. Die hoch belastete Kreuzung, über die am Tag bis zu 60.000 Fahrzeuge rollen, wird ab Juni/Juli für zwei Millionen Euro umgebaut.

Der Altmarkt soll trotz der Bauarbeiten aber grundsätzlich befahrbar bleiben. Das gilt auch für die angrenzende Fuldabrücke, Einfallstor vieler Pendler. „Wir können sie nicht sperren“, sagt der Leiter des Amtes für Straßenverkehr und Tiefbau, Gunnar Polzin.

Einzelheiten zum Bauablauf stehen nach seinen Angaben noch nicht fest. Details werde man erst im Mai kennen. Klar ist aber, dass der Umbau des Altmarkts mit dem Neubau der Hafenbrücke abgestimmt werden muss. Denn auch dort sind laut Polzin noch einzelne Sperrungen nötig. Diese werde man aber auf Wochenenden legen, wenn weniger Pendler und Lkw-Fahrer unterwegs seien. „Wir stimmen das so aufeinander ab, dass die Beeinträchtigungen auf ein Mindestmaß beschränkt bleiben“, versichert er. Im September soll die neue Hafenbrücke fertig sein.

Das Bauwerk sei aber bereits jetzt voll belastbar, sagt der Amtsleiter. Probleme oder gar ein drohendes Verkehrschaos sehe er deshalb nicht. Die Hafenbrücke könne vierspurig befahren werden und sei längst wieder für den Lkw-Verkehr freigegeben. Allerdings hätten das noch nicht alle bemerkt. Viele führen weiterhin über die Fuldabrücke. Polzin setzt darauf, dass sich das bald ändert.

Bis Jahresende

Der größte Teil des Umbaus am Altmarkt, der sich bis zum Jahresende hinzieht, soll in den Sommer- und in den Herbstferien erledigt werden. Größere Sperrungen wird es laut Polzin nur an den Wochenenden geben. Dann seien nicht nur weniger Auto- und Lkw-Fahrer unterwegs, sondern auch weniger Schüler, für die Ersatzangebote geschaffen werden müssten.

Der Altmarkt, einst modernste Kreuzung Europas, soll für Fußgänger und Radfahrer besser passierbar werden. Künftig können Fußgänger die Weserstraße, die Kurt-Schumacher- und die Brüderstraße ebenerdig überqueren. Die Unterführungen werden geschlossen. Für Radfahrer wird es an allen vier Kreuzungsstraßen Überwege geben, auch an der viel befahrenen Fuldabrücke. Das Land beteiligt sich mit 80 Prozent an den Umbaukosten. Laut Polzin wird es während der Bauarbeiten nicht zu größeren Beeinträchtigungen kommen. „In der Regel sind die Autofahrer auch so klug, dass sie sich innerhalb weniger Tage auf Baustellen einstellen“, sagt er.

Rubriklistenbild: © HNA/Koch

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